Vor Präsidentschaftswahl bei Barça: Xavi mit heftigen Vorwürfen gegen Laporta

Xavi und Joan Laporta werden wohl keine Freunde mehr. Die Barça-Ikone übt scharfe Kritik. Wegen seines Aus als Trainer und Lionel Messi. 💥
So würden sich Xavi (r.) und Laporta heute sicher nicht mehr umarmen
So würden sich Xavi (r.) und Laporta heute sicher nicht mehr umarmen | Anadolu/GettyImages

Am kommenden Sonntag, den 15. März, wird beim FC Barcelona ein neuer Präsident gewählt. Mittlerweile ist auch offiziell klar, dass es ein Duell um das höchste Amt der Katalanen wird. Der bisherige Amtsinhaber Joan Laporta tritt gegen Herausforderer Victor Font an.

Es ist ein langjähriges Duell, bei dem Laptora in der Vergangenheit die Oberhand behielt. 2021 sammelte Laporta über 54 Prozent der Stimmen, während sich Font mit knapp 30 Prozent begnügen musste. Der dritte Kandidat, Toni Freixa, erhielt vor fünf Jahren nur gut 8,5 Prozent.

Kommenden Sonntag wird es nur zwei Präsidentschaftskandidaten geben. Der dritte Bewerber, Marc Ciria, konnte nicht die notwendigen 2.337 Unterschriften einreichen. Oder besser gesagt: von seinen 2.845 waren nur 2.247 gültig.

Xavi unterstützt Font

Während Laporta als Favorit gilt und sich der Unterstützung von Trainer Hansi Flick gewiss ist, der wohl nur unter Laporta seinen Barça-Vertrag erfüllen möchte, hat Font unter anderem in Xavi einen prominenten Unterstützer. Die Mittelfeld-Ikone und Ex-Barça-Coach äußerte vor der Wahl nun Vorwürfe gegen Laporta. Die natürlich durchaus auch im Lichte seiner Font-Unterstützung betrachtet werden müssen.

Zum einen ging es dabei über sein Aus als Barça-Trainer und die Verpflichtung von Flick, für die Laporta maßgeblich war. "Der Verein hat ihm [Flick] gesagt, er solle mir nichts sagen - deshalb kam er zu mir nach Hause, um sich bei mir zu entschuldigen", so Xavi im Gespräch mit La Vanguardia. Zu diesem Zeitpunkt habe "der Verein bereits beschlossen, mich zu entlassen, aber niemand sagte mir das ins Gesicht".

Flick habe sich dafür bei Xavi persönlich entschuldigt. Die beiden hätten "über zwei Stunden lang" gesprochen, das Verhältnis sei "ausgezeichnet. Wir schreiben uns ständig Nachrichten", erklärte Xavi.

Xavi behauptet: Laporta Schuld an geplatzter Messi-Rückkehr

Mit Laporta wird das sicher nicht so sein. Neben Xavis deutlicher Kritik am 63-Jährigen warb er auch für einen Präsidentenwechsel bei der anstehenden Wahl. Schließlich brauche Barça "eine grundlegende Veränderung in seiner Struktur, seiner Professionalität".

"Wir können uns nicht auf unehrliche Menschen verlassen", feuerte Xavi in Richtung Laporta. Dieser habe unter anderem bei Xavis Freistellung die Unwahrheit gesagt und die Situation "völlig falsch" dargestellt, um eine Medienkampagne gegen Xavi zu starten.

Zudem sei auch die erhoffte Rückkehr von Lionel Messi 2023 an Laporta gescheitert, behauptete Xavi. Der Transfer von PSG zurück zur Blaugrana sei eigentlich schon fast fix gewesen. Am Ende sei Messi nicht gekommen, "weil der Präsident ihn nicht wollte, nicht wegen La Liga oder weil Jorge Messi mehr Geld verlangte – das ist eine Lüge."

Xavi weiter: "Nachdem er Weltmeister wurde, hatten wir im Januar 2023 Kontakt und er hat mir gesagt, dass er sich freut, zurückzukommen. Laporta hat mir gesagt, dass es bei einer Messi-Rückkehr einen Gehaltskrieg geben würde und er sich das nicht leisten kann."

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