Vor Pokal-Kracher: Torwart-Entscheidung beim FC Bayern gefallen
Von Franz Krafczyk

In der laufenden Saison ist Manuel Neuer noch die unumstrittene Nummer eins des FC Bayern. Da der Weltstar in wenigen Wochen aber 40 Jahre alt wird und das Karriereende immer näher rückt, bauen die Münchner parallel ihren künftigen Stammtorwart auf. Wie bereits vor der Saison kommuniziert, erhält Jonas Urbig immer wieder Einsätze, so auch jüngst bei der 1:2-Niederlage gegen Augsburg in der Bundesliga und beim 2:1-Erfolg in der Champions League bei der PSV Eindhoven.
Beim Kracher im DFB-Pokal gegen RB Leipzig am Mittwoch (20:45 Uhr) wird allerdings wieder Neuer im Tor stehen. Das verriet Trainer Vincent Kompany auf der Pressekonferenz am Dienstag.
"Manuel Neuer wird morgen beginnen. Wir müssen die Torhüter immer etwas besonders behandeln. Die Fortschritte von Jonas Urbig und die Pläne für seine Entwicklung haben wir schon vor längerer Zeit mit ihm besprochen. Er hat schon wichtige Spiele für uns absolviert. In der Zukunft wird er auch seine Spiele bekommen, das wird immer mit Michael Rechner und Manu geplant. Wenn er spielt, wird er auch von Manu unterstützt, wir haben da einen guten Flow", erklärte der Belgier vor dem Viertelfinale.
Neuer darf in wichtigen Spielen ran - Ändert sich die Konstellation im Sommer?
In den ersten beiden Runden des Wettbewerbs gegen Wiesbaden (3:2) und Köln (4:1) stand Urbig noch zwischen den Pfosten, im Achtelfinale bei Union Berlin (3:2) durfte allerdings wieder Neuer ran. Ein klassischer Pokalkeeper ist der 22-Jährige also nicht, seine Einsätze sind über alle Wettbewerbe verstreut.
Große Sorgen um mangelde Spielminuten muss sich Urbig also nicht machen. Gerade in der Bundesliga, wo die Bayern nach wie vor einen komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den BVB genießen, dürfte der Youngster bis Mitte Mai noch den einen oder anderen Einsatz bekommen.
In den wirklich wichtigen Partien, so auch in K.o.-Runden-Spielen in der Königsklasse, ist aber weiterhin mit Einsätzen vom deutlich erfahreneren Neuer zu rechnen. Sollte der im Sommer auslaufende Vertrag des Routiniers nicht verlängert werden, würde sich die Konstellation aber schon ab der kommenden Saison ändern. Falls nicht und Neuer noch ein Jahr dran hängt, wird spannend zu sehen sein, wie sich die Aufteilung 26/27 entwickelt.
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