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Vor "Pokal-Fight": Polzins klarer Auftrag für die HSV-Spieler

Der Trainer der Hamburger geht den Pflichtspielstart mit großer Vorfreude an - und verkündet eine zentrale Personalentscheidung.
Gibt seit November 2024 beim HSV die Richtung vor: Merlin Polzin
Gibt seit November 2024 beim HSV die Richtung vor: Merlin Polzin | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Dass man im DFB-Pokal nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, ist auch beim Hamburger SV aus eigener Erfahrung bestens bekannt.

Erst in der vergangenen Saison tat sich der HSV beim Fünftligisten FK Pirmasens extrem schwer und machte erst nach einem ganz späten 1:1-Ausgleichstor (90.+2) das Weiterkommen mit dem 2:1 in der Verlängerung perfekt.

Polzin: HSV hat "Bock" auf DFB-Pokal, aber...

Dementsprechend war auch Hamburgs Trainer Merlin Polzin vor dem Spiel beim SC Verl am Montag (18 Uhr/Sky und RTL+) bemüht, gar keine Überheblichkeit aufkommen zu lassen und die Stärken des Gegners aus der 3. Liga zu betonen.

"Wir haben maximal Bock auf diesen Wettbewerb. Der DFB-Pokal kann richtig geil sein. Dafür musst du in jeder einzelnen Runde und in jedem einzelnen Moment voll abliefern. Du darfst nichts unterschätzen", sagte Polzin - und schärfte gleich noch einmal die Sinne: "Es erwartet uns ein Pokal-Fight, auf den sich alle Zuschauer freuen können. Verl wird uns alles abverlangen. Sie werden es uns schwermachen wollen, einen Zugriff zu bekommen. Gleichzeitig pressen sie hoch und aggressiv. Das sind Momente, die wir in der Vorbereitung thematisiert haben, um darauf vorbereitet zu sein."

Die Blamage soll unter allen Umständen verhindert werden. Die Fallhöhe ist dabei traditonell ebenso hoch wie das Risiko, ohne Pflichtspielerfahrung nach der Sommerpause auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Während die Partie in der Verler Sportclub Arena für die Hamburger die Saisonpremiere ist, haben die Gastgeber schon zumindest zwei Drittligaspiele in den Beinen - wenngleich sie dabei alles andere als angsteinflößend auftaten.

Lob für den Verler Trainer, klarer Auftrag fürs eigene Team

Einem 1:4 bei Alemannia Aachen folgte eine 2:4-Heimpleite gegen den MSV Duisburg. Die zahlreichen Abgänge samt dem des neues Wolfsburger Trainers Trainer Tobias Strobl sind nicht spurlos an den Ostwestfalen vorbeigegangen. Dessen Nachfolger Orest Shala kennt HSV-Coach Polzin indes "bereits vom Fußballlehrer-Lehrgang", wie er erzählte - und er schätzt ihn sehr. Shala habe "eine klare Idee und eine tolle Ausstrahlung. Er kann eine Mannschaft mitziehen."

Der HSV muss dennoch als klarer Favorit weiterkommen - das machte auch Polzin noch einmal klar: "Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir dem kleinen und mitunter giftigen Stadion standhalten. Wir wollen eine Klarheit in unserem Spiel und zielstrebig nach vorn agieren", sagte der 35-Jährige, der in seine dritte Saison als HSV-Trainer geht: "Aufgrund unserer höheren Ligazugehörigkeit müssen wir uns beweisen, doch im Pokal zählt nur das Weiterkommen. Wir wollen das Ziel erreichen, in dem Wettbewerb möglichst weit zu kommen."

Im Tor soll nicht Stammkeeper Daniel Heuer Fernandes, sondern Sander Tangvik diesen Auftrag erfüllen. "Er hat seit seiner Ankunft im Winter gezeigt, warum wir ihn verpflichtet haben", lobte Polzin: "Der letzte Spieltag in Leverkusen hat noch einmal unterstrichen, dass wir nicht nur mit Ferro eine Nummer eins haben, sondern auch jemanden dahinter, der ihn herausfordert." Im Feld kann Polzin derweil nicht ganz aus dem Vollen schöpfen. Warmed Omari (Schulter), Miro Muheim (muskuläre Probleme) und Alexander Rössing-Lelesiit (Aufbautraining) stehen nicht zur Verfügung.

Die letzten fünf Erstrundenpartien des HSV

Begegnung

Ergebnis

FK Pirmasens (5. Liga) - HSV

1:2 n. V.

SV Meppen (4. Liga) - HSV

1:7

Rot-Weiss Essen (3. Liga) - HSV

3:4 n. V.

SpVgg Bayreuth (3. Liga) - HSV

1:3 n. V.

Eintracht Braunschweig (3. Liga) - HSV

1:2

1:3 in Osnabrück: Das bisher letzte Erstrundenaus des HSV (2017)
1:3 in Osnabrück: Das bisher letzte Erstrundenaus des HSV (2017) | Lars Baron/GettyImages

Auch wenn der HSV in den vergangenen Jahren einige Male durch sportliche Blamagen den Spott Fußballdeutschlands auf sich zog - im Pokal überstanden die Rothosen zumindest die erste Runde in der Regel doch. Auch wenn es danach hier und da nochmal knapp war, das letzte Erstrundenaus des Hamburger SV liegt bereits neun Jahre zurück. Beim damaligen Drittligisten VfL Osnabrück verlor der HSV als Bundesligist trotz langer Unterzahl mit 1:3.

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