Von wegen Blitz-Verlängerung: Droht Bayern der nächste zähe Poker?
Von Jan Kupitz

Der FC Bayern hat in diesen Tagen ein paar wichtige Fakten geschaffen: Leon Goretzka wird den Verein zum Saisonende verlassen, sein auslaufender Vertrag wird nicht verlängert. Dazu ist nun klar, dass Dayot Upamecano nach einigem Hin und Her einen neuen Kontrakt unterschreiben wird. So weit, so gut.
Doch es gibt noch weitere Personalien, bei denen Handlungsbedarf besteht. Serge Gnabry, zum Beispiel. Der ebenfalls auslaufende Vertrag des Offensivspielers wird - sofern nicht noch eine überraschende Wende eintritt - voraussichtlich bis 2028 verlängert werden. Laut Sport Bild wird das Gehalt in diesem Zuge von 18 Millionen Euro auf maximal 15 Millionen Euro sinken.
Bleibt noch Konrad Laimer übrig, der sich in dieser Saison als Rechtsverteidiger zum Leistungsträger gemausert hat und aus dem Team von Vincent Kompany nicht mehr wegzudenken ist. Der Österreicher ist derzeit bis 2027 gebunden und soll langfristig gehalten werden.
Noch im vergangenen Jahr hatte man den Eindruck, als würde Laimers Verlängerung ein Selbstläufer sein. Die Bild hatte damals sogar eine Blitz-Verlängerung in Aussicht gestellt, die noch vor Weihnachten abgeschlossen sein könnte. Mittlerweile ist Februar und die Unterschrift ist noch immer nicht in Sicht.
Laimer-Gespräche zäher als bei Gnabry
Die Sport Bild berichtet nun, dass die Gespräche um Laimers Verlängerung zäher verlaufen als beispielsweise bei Gnabry. Was auch durchaus nachvollziehbar ist, denn mit einem Gehalt von aktuell acht bis neun Millionen Euro ist Laimer von den Münchner Top-Verdienern weit entfernt. Logisch, dass das Salär bei einem neuen Arbeitspapier ein gutes Stück angehoben werden muss. Ein kleine Gehaltserhöhung würde Laimers sportlichen Wert nicht widerspiegeln, entsprechend dauern die Verhandlungen an.
"Konny ist ein super Junge und ein Schlüsselspieler für die Zukunft. Es wäre schön, wenn er sehr, sehr lange beim FC Bayern bleibt", hatte Sportdirektor Christoph Freund im November verlauten lassen. Auch Laimer, so ist zu hören, fühlt sich in München sehr wohl. Doch der finanzielle Rahmen ist bekanntlich der schwierigste...
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