Seine gigantische Titelsammlung sucht weltweit ihresgleichen. Sagenhafte 34 große Trophäen, darunter allein sechs Triumphe in der Champions League, sammelte Toni Kroos bis zu seinem Karriereende. Nach der Heim-EM kehrte der gebürtige Greifswalder dem aktiven Profifußball bekanntlich den Rücken.
Bislang konzentrierte sich die Real-Legende auf ihre eigene Toni Kroos Academy in Madrid sowie den extrem erfolgreichen Podcast Einfach mal Luppen, den er gemeinsam mit seinem Bruder Felix betreibt. Doch nun scheint den 36-Jährigen der Reiz des ganz großen Fußballs wieder gepackt zu haben.
Wie die spanische Zeitung AS berichtet, hat Kroos beim dortigen Fußballverband (RFEF) offiziell sein Interesse an einem Trainerlehrgang für Ex-Profis hinterlegt. Demnach plant er, in der Saison 2027/28 die notwendige Lizenz zu erwerben, um künftig auch Mannschaften in den obersten beiden Ligen als Cheftrainer betreuen zu dürfen.
Folgt Kroos dem Vorbild von Zidane?
Dieses Vorhaben lässt vor allem in der spanischen Hauptstadt sofort aufhorchen. Bei Real Madrid läuft es unter dem neuen Star-Trainer José Mourinho aktuell nämlich alles andere als rund. In La Liga hinken die Königlichen nach sieben Spielen bereits sechs Punkte hinter dem Erzrivalen FC Barcelona her, erste Personaldebatten und Risse im Mourinho-Plan sind laut der Marca bereits spürbar.
Präsident Florentino Pérez ist bekanntermaßen ein riesiger Fan des Deutschen. Laut AS versuchte der Boss bereits vor wenigen Monaten, Kroos wieder enger an den Verein zu binden und in die tägliche Arbeit zu integrieren. Damals lehnte dieser noch dankend ab.
Mit der nun angestrebten Trainerlizenz rückt jedoch unweigerlich der sogenannte "Zidane-Weg" in den Fokus. Auch der Franzose stieg nach seinem Karriereende zunächst in der Jugend und als Berater ein, bevor er die Profis später als Chefcoach zu historischen Erfolgen führte. Bis dahin ist es für Toni Kroos zwar noch ein weiter Weg, doch die Weichen für ein sensationelles Comeback scheinen gestellt zu sein.
