Das deutliche Zeichen beim ersten Testspiel der Saisonvorbereitung des Hamburger SV gegen Rapid Wien (2:3) war nicht zu übersehen. Erst in der 77. Spielminute schickte das Trainerteam um Merlin Polzin seinen einstigen Flügel-Star, Jean-Luc Dompé als neunten und letzten Wechselspieler auf den Rasen. Sogar blutjunge Nachwuchsspieler wie der erst 16-jährige Louis Lemke erhielten auf der linken Bahn den Vorzug vor dem erfahrenen Profi.
Polzin verwies im Anschluss ganz offen auf die geforderte Laufbereitschaft für das System und betonte vielsagend, dass sich die Youngster ihre Einsatzzeiten schlichtweg verdient hätten.
Schlechte Fitnesswerte und Eskapaden abseits des Rasens
Der tiefe Fall des Flügelstürmers kommt allerdings nicht überraschend. Während er in Zweitligazeiten mit seinen unwiderstehlichen Dribblings und zahlreichen Torvorlagen maßgeblich zum Bundesliga-Aufstieg 2025 beitrug, geriet seine Premieren-Saison im Oberhaus zum Desaster. In 20 Einsätzen gelang dem Franzosen kein einziger Assist und lediglich drei Tore. Zudem sorgte er abseits des Platzes für negative Schlagzeilen, als er Anfang des Jahres wegen einer Trunkenheitsfahrt eine empfindliche Vereinsstrafe kassierte.
Auch zum Start der aktuellen Vorbereitung präsentierte sich der Außenstürmer nicht von seiner besten Seite. Wie die Bild berichtet, fielen seine Fitnesswerte bei den obligatorischen Leistungstests im unteren Bereich ab. Statt durch Top-Leistungen auf dem Trainingsplatz aufzufallen, fiel der 30-Jährige zuletzt vor allem durch Diskussionen mit seinen Teamkollegen auf.
Beide Seiten wollen die Trennung – doch Angebote fehlen
Unter den aktuellen Bedingungen ist eine Zukunft im HSV-Trikot kaum noch vorstellbar. Sowohl die Vereinsführung als auch die Spielerseite streben in diesem Sommer eine vorzeitige Trennung an, der Profi hat seinen Wechselwunsch intern bereits hinterlegt.
Das große Problem bei der Sache: Obwohl der Vertrag des Franzosen in Hamburg theoretisch noch bis 2027 läuft, gibt es aktuell schlichtweg keine konkreten Interessenten oder Angebote auf dem Tisch. Unverhofft wird der angestrebte Verkauf für die Verantwortlichen der Hanseaten somit zu einer echten Geduldsprobe.
Weitere HSV-News lesen:
