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Vollmacht, Blankocheck, Co-Trainer: So mächtig wird Bundestrainer Klopp wirklich

Jürgen Klopp wird wohl der mächtigste Bundestrainer der DFB-Geschichte werden.
Strahlendes Lächeln: Jürgen Klopp soll neuer Bundestrainer werden
Strahlendes Lächeln: Jürgen Klopp soll neuer Bundestrainer werden | DeFodi Images/GettyImages

Nach dem dritten WM-Fiasko in Folge ist die Zeit von Julian Nagelsmann als Bundestrainer am Freitagmorgen offiziell abgelaufen. Wer sein Nachfolger werden soll, ist klar: Jürgen Klopp. Er soll das DFB-Team wieder nach oben führen.

Der 59-Jährige steht aktuell noch als Global Head of Soccer bei Red Bull unter Vertrag, sodass der DFB erstmals in seiner Geschichte eine Ablöse für einen Bundestrainer zahlen muss. Doch dass sich beide Parteien einigen, davon geht jeder aus.

Das sorgt dafür, dass der Blick bereits zu Klopps wahrscheinlicher neuer Aufgabe wandert. Dabei bekommt er laut Bild-Fußballchef Christian Falk so viel Macht, wie kein Bundestrainer vor ihm.

Klopp hat freie Hand

Laut Falk ist ein erstes Indiz dafür, das Ausscheiden von Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig zum Jahresende. Dieser war bislang immer mit dem DFB-Tross mitgereist, sein Nachfolger soll sich nur noch um den Nachwuchs und die dortigen Strukturen kümmern. Das DFB-Team ist in Zukunft Chefsache von Jürgen Klopp und dem Sportdirektor.

Zudem darf der ehemalige Liverpool-Coach sein Trainerteam vollkommen selbst zusammenstellen, hat also freie Hand. Erste Namen kursieren laut Falk bereits. Pepijn Lijnders war über viele Jahre Klopps wichtigster Assistenztrainer bei den Reds und dürfte daher auch jetzt gute Chancen auf eine Anstellung haben.

Auch Peter Krawietz ist ein Kandidat. In Mainz arbeitete er unter Klopp als Scout, beim BVB und LFC war er jeweils Co-Trainer. Er gilt als enger Klopp-Vertrauter.

Der dringend benötigte Hoffnungsträger

Klopp bekommt also quasi einen Blankoscheck, um die Nationalmannschaft wieder an die Spitze zu führen. So eine Behandlung bekam bisher nur Jürgen Klinsmann bei seiner Anstellung 2004. Und wie auch bei Klinsmann ist die Hoffnung, dass Klopp ebenfalls die richtigen Schlüsse zieht und den deutschen Fußball wieder auf die Landkarte der Top-Nationen bringt.

Dabei weiß auch der 59-Jährige, dass seine Verhandlungsposition so gut ist, wie von keinem anderen Bundestrainer-Kandidaten vor ihm. Nie zuvor stand der DFB so unter Druck, den Wunschkandidaten zu verpflichten, nie zuvor war die sportliche Notlage so groß.

Doch mit der Verpflichtung von Klopp würde man gleichzeitig auch wieder eine Euphorie auslösen – sowohl bei Fans als auch Spielern. Er genießt in Deutschland einen hervorragenden Ruf, ist extrem beliebt und zudem in der Branche exzellent vernetzt. Ebenfalls wichtig: Auch vom FC Bayern bekommt er volle Rückendeckung, das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall.

Laut Falk freuen sich auch die Profis selbst schon auf Klopp. Die DFB-Stars versprechen sich von ihm eine deutlich bessere Kommunikation, nachvollziehbarere Entscheidungen und generell wieder ein besseres Mannschaftsgefühl. Alle diese Punkte wurden unter Nagelsmann kritisiert.


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