Nach zahlreichen Überlegungen, auf wen das DFB-Team im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko treffen würde, steht der Gegner mit Paraguay fest. DFB-Sportdirektor Rudi Völler stellte sich auf einer Pressekonferenz den Fragen der Journalisten, ging auf die 1:2-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador ein und blickte nach vorne.
Zuversicht vor Paraguay-Spiel
"Der Glaube ist da, dass wir gegen Paraguay die nächste Runde erreichen."Rudi Völler
Natürlch wurde im Rahmen der Pressekonferenz der Vergleich zur WM 2002 aufgemacht, in der es für das deutsche Team ebenfalls gegen Paraguay ging. "Es war das erste K.o.-Spiel und ähnlich kompliziert gegen eine defensiv starke und körperliche Mannschaft. Am Ende haben wir 1:0 gewonnen. Damit kann ich auch diesmal gut leben", so Völler.
Hinsichtlich der angesprochenen physischen Spielweise der Paraguayer und der bisherigen Probleme mit entsprechenden Gegner zeigte sich der 66-Jährige gelassen: "Wir müssen uns keine Sorgen machen."
"Das Spiel gegen Ecuador muss man so akzeptieren, weil die Grundvoraussetzungen andere waren. Für sie war es das Spiel der Spiele. Ein paar Prozentpunkte waren bei uns nicht da, aber das ist normal. Am Montag wird das ganz anders sein. Spieler aus unserem Kader sind die Härte gewöhnt. Die werden richtig gut dagegenhalten", ordnete der DFB-Sportdirektor die Thematik ein.
Stärken und Schwächen des DFB-Teams
"Uns hat weniger die Körperlichkeit wehgetan als unnötige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung."Rudi Völler
Dass vor allem die physische Unterlegenheit im Duell mit Ecuador ein Problem war, wies Völler zurück: "Uns hat weniger die Körperlichkeit wehgetan als unnötige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Mannschaften wie Ecuador und Paraguay sind in der Lage, das auszunutzen. Ballverluste in solchen Zonen können wehtun."
Der 66-Jährige führt fort: "Wir haben Spieler, die davon leben, ins Dribbling zu gehen und zu kreieren - aber immer mit Disziplin." Entsprechende Spieler in der Offensive der Nagelsmann-Truppe zeigen sich bisher allerdings noch nicht von ihrer besten Seite, dazu sagt Völler: "Dass da noch Luft nach oben ist, wissen sie selbst. Es fehlt nicht mehr viel, dass sie zünden."
Als Stärke des DFB-Teams hob der ehemalige deutsche Nationalspieler die Mentalität der Mannschaft hervor, vor allem beim Comeback gegen die Elfenbeinküste: "Der enorme Kampfgeist, ins Spiel zurückzukommen und es zu drehen, war vorbildlich."
Völler will (noch) nichts von Frankreich wissen
"Sie gehören zu den Topfavoriten, aber damit beschäftigen wir uns noch nicht."Rudi Völler
Für Völler und die deutsche Auswahl liegt der volle Fokus auf dem Paraguay-Duell am Montag, den 29. Juli, um 22:30 Uhr. Ein potenzielles Achtelfinale gegen Frankreich möchte der 66-Jährige nicht zum Thema machen: "Sie gehören zu den Topfavoriten, aber damit beschäftigen wir uns noch nicht."
Über den Vergleich vom DFB-Team zu den Favoriten auf den Titel, wie beispielsweise Argentinien und Frankreich sagt Völler selbstbewusst: "Wir haben eine Mannschaft, die kann an bestimmten Tagen gegen jeden gewinnen. Sie kann aber auch verlieren. Das ist bei anderen Nationen anders, die können auch mit ein paar Prozent weniger ihre Ziele erreichen."
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