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Vive la France? Das steckt hinter der Transferstrategie des HSV

Der Transfer von Martin Adeline zeigt: Hinter den Frankreich-Transfers der Rothosen steckt längst mehr als nur Zufall.
HSV-Sportdirektor Claus Costa und seine Scoutingabteilung richten ihren Blick zunehmend nach Frankreich
HSV-Sportdirektor Claus Costa und seine Scoutingabteilung richten ihren Blick zunehmend nach Frankreich | Selim Sudheimer/GettyImages

Mit Martin Adeline hat der Hamburger SV in diesem Sommer bereits den dritten Spieler innerhalb weniger Monate aus Frankreich verpflichtet. Nach Albert Grönbaek und Warmed Omari entschieden sich die Rothosen erneut für einen Profi aus den französischen Ligen.

Zufall ist das offenbar nicht. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, verfolgt der HSV bei seiner Kaderplanung eine klar definierte Frankreich-Strategie.

Intensive HSV-Bemühungen begeisterten Adleline

Dass sich der HSV am Ende für Adeline entschied, war kein Schnellschuss. Über Monate hinweg beobachteten die Verantwortlichen den offensiven Mittelfeldspieler intensiv, ehe Chefscout Sebastian Dirscherl den Franzosen auch persönlich in Frankreich unter die Lupe nahm.

Der enorme Aufwand hinterließ Eindruck: "Sebastian sagte mir, sie hätten mich 20-mal gescoutet. Davon zehnmal bei Heimspielen in Troyes", verriet Adeline. Entsprechend früh stand für den 22-Jährigen fest, dass sein nächster Karriereschritt nach Hamburg führen sollte: "Ich hatte mich schon sehr früh zum HSV bekannt."

Zusätzlichen Ausschlag gab schließlich auch die starke Frankreich-Connection innerhalb des Vereins. Mehrere Spieler sowie Mitglieder des Trainer- und Analystenteams sprechen Französisch. "Das spielte durchaus eine Rolle für meinen Wechsel. Aber am meisten hat mich das Projekt des HSV überzeugt", erklärte Adeline.

Frankreich als wichtiger Markt

Dass der Blick des HSV immer häufiger nach Frankreich geht, ist laut dem Hamburger Abendblatt kein Zufall. Die Verantwortlichen sehen in der Ligue 1 und Ligue 2 zahlreiche talentierte Spieler, die im Vergleich zu anderen europäischen Topligen noch bezahlbar sind. Deshalb beschäftigen die Rothosen sogar einen fest angestellten Scout, der ausschließlich den französischen Markt beobachtet.

Die finale Entscheidung fällt jedoch nicht allein anhand von Daten oder Live-Eindrücken. Auch Persönlichkeit, Mentalität und Gespräche mit den Spielern fließen in die Bewertung ein. Beim sogenannten Kreuzscouting werden die Kandidaten anschließend positionsbezogen miteinander verglichen und für das gesuchte Profil eines kreativen Offensivspielers stand Martin Adeline am Ende ganz oben auf der Wunschliste.


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