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Vitalie Becker wird für Schalke wieder eine Option – wie entscheidet Muslic?

In seiner verletzungsbedingten Abwesenheit hat sich Moussa Ndiaye zum klaren Stammspieler und Leistungsträger entwickelt.
Vitalie Becker
Vitalie Becker | DeFodi Images/GettyImages

Im Laufe der Hinrunde hätte eine so lange Zwangspause für Vitalie Becker beim FC Schalke noch für einen deutlichen Leistungsabfall und Sorgen um einen erfolgreichen Ausgang der Saison gesorgt. Immerhin musste der 21-Jährige nun schon fast drei Monate pausieren, ausgehend von der Rückrunden-Eröffnung bei Hertha BSC.

Am Mittwoch gab es jedoch eine gute Nachricht: Erstmals konnte Becker wieder vollumfänglich mit der Mannschaft trainieren und dabei das volle Programm abspulen. Ein sehr wichtiger Fortschritt, der ihn die letzten Wochen etwas vergessen und ihn zugleich näher an ein Comeback heranrücken lässt. Für das Auswärtsspiel bei der SV Elversberg am Sonntag wird er zwar noch keine Option sein, weil er erstmal seinen Trainingsrückstand aufarbeiten muss – doch anschließend dürfte er dann wieder zur Verfügung stehen.

Dementsprechend stellt sich die Frage: Wird Becker im Saison-Endspurt überhaupt nochmal eine nennenswerte Rolle spielen können?

Ndiaye hat die Nase vorne – Rotation in der heißen Schlussphase ist unwahrscheinlich

Eigentlich war dieses Szenario kurz nach seiner Verletzung gegen Hertha so angedacht. Frank Baumann hatte ihm sogar öffentlich die Chance in Aussicht gestellt, dass er sich seinen Stammplatz aus der Hinrunde wieder zurückerobern könne.

Zu dem Zeitpunkt war aber noch nicht damit zu rechnen, dass sich Moussa Ndiaye so schnell beim S04 einfinden und beständig mit guten Leistungen überzeugen wird. Zurzeit ist der Linksverteidiger, der vom RSC Anderlecht ausgeliehen wurde, nicht aus der Start- und Stammelf wegzudenken.

FC Schalke 04 v Karlsruher SC - 2. Bundesliga
Moussa Ndiaye | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Die Ausgangslage scheint soweit klar zu sein: Im sich zum Endspurt anbahnenden Konkurrenzkampf zwischen Becker und Ndiaye hat das Schalke-Eigengewächs schlechte Karten. Immerhin geht es mittlerweile ganz eindeutig um den Aufstieg – und damit um jeden einzelnen Punkt.

Miron Muslic wird wohl kaum aus Sentimentalität rotieren und einem jungen Spieler, der trotz seiner guten Leistungen in der ersten Saisonhälfte noch immer in einer ersten Profi-Spielzeit steckt, nach einer mehrmonatigen Verletzungspause den Vorzug gegenüber einem fitten Leistungsträger geben. Das ist zwar ärgerlich für Becker und potenziell auch nicht ganz folgenlos für den bevorstehenden Transfer-Sommer, bei dem der Außenspieler durchaus als Verkaufskandidat gelten könnte. Es wäre aber für die Mannschaft und auch für den Verein die logische Entscheidung. Er wird sich wohl zunächst hinten anstellen und auf Chancen lauern müssen.

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