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Viel Kritik an Schlotterbeck – aber auch er ist ein Leidtragender

Der BVB-Hoffnungsträger musste zuletzt die eigenen Fans enttäuschen. Das macht ihn - in dieser Hinsicht unberechtigterweise - zum Buhmann.
Nico Schlotterbeck
Nico Schlotterbeck | Hendrik Deckers/GettyImages

In den letzten Tagen haben die Diskussionen um die ausstehende Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck wieder an Fahrt aufgenommen. Zunächst gab es die Berichte um eine zeitnahe Unterschrift – eher der Abwehrspieler diesen Meldungen höchstselbst eine überraschend deutliche Abfuhr erteilte und erklärte, soweit seien die Gespräche, die mit dem Abgang von Sebastian Kehl ohnehin unterbrochen wurden, noch nicht fortgeschritten.

Die Folge: Schlotterbeck schlug viel Kritik entgegen, allen voran natürlich seitens der Fans von Borussia Dortmund. Sie hatten sich über den vermeintlichen Durchbruch und die frohe Kunde gefreut. Mit umso deutlicheren Worten wurden sie wieder in die Realität zurückgeholt, die da heißt: Die Vertragsverlängerung befindet sich noch nicht auf der Zielgeraden.

Schlotterbeck bringt die schlechte Kunde - er ist aber auch der Leidtragende dieser Story

Die Kritik, die Schlotterbeck nun deshalb entgegenschlägt, macht ihn als den Schuldigen dieser anhaltenden Spannung und der Enttäuschung aus. Aus reiner Fan-Sicht ist das soweit nachvollziehbar. Immerhin hat er, auch unabhängig von der jüngsten Berichterstattung, bereits sehr viel Zeit für einen Entschluss in Anspruch genommen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass er von einem BVB-Verbleib nicht wirklich überzeugt ist und noch abwarten möchte, ob nicht noch andere Vereine anklopfen (90min berichtete).

Aber: Für die neue Welle an Enttäuschung, die maßgeblich an der augenscheinlich falschen oder zumindest nicht ganz korrekten bzw. aktuellen Berichterstattung knüpft, kann er nichts. In dieser Hinsicht ist Schlotterbeck selbst auch der Leidtragende.

Es wurde eine positive Nachricht in die Öffentlichkeit gestellt, die er als Betroffener korrigieren musste. Dementsprechend steht er als der Spielverderber da, der die BVB-Anhänger enttäuschen musste. Eine äußerst undankbare Situation, in die er nicht selbst-, sondern fremdverschuldet geraten ist. In dieser Hinsicht sollte dann auch über sein Dementi geurteilt werden – bei allem Verständnis für eine möglichst frühzeitige und bestenfalls auch positive Entscheidung aus der Sicht von Schwarz-Gelb.

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