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"Viel Gerede" und "eine Lüge": Demirovic packt über Transferphase aus

Die Gerüchteküche um VfB-Stürmer Ermedin Demirovic brodelte im Sommer. Der Bosnier antwortete beim 4:1-Sieg gegen Köln mit Taten und reagierte nach der Partie auf die Spekulationen um seine Person.
Ermedin Demirovic hat als Joker geglänzt.
Ermedin Demirovic hat als Joker geglänzt. | DeFodi Images/GettyImages

Demirovic wurde im Transfersommer stark mit einem möglichen Wechsel zu Galatasaray Istanbul in die türkische Süper Lig in Verbindung gebracht. Allerdings kam kein Transfer zustande, weil sich der 28-Jährige beim VfB Stuttgart im Duell mit Dzenan Pejcinovic durchsetzen möchte und sich im Ländle offenbar auch pudelwohl fühlt.

Nach seiner Einwechslung gegen den 1. FC Köln lieferte der Angreifer direkt ein Bewerbungsschreiben. Bei seinem Treffer zum 3:0 überlief er Effzeh-Verteidiger Luka Lochoshvili und blieb im Anschluss bei seinem trockenen Schuss ins kurze Eck eiskalt.

"Viel Gerede, es hieß, dass ich Verkaufskandidat sei. Jetzt konnte ich zeigen, dass ich hier bin. Und nicht ein Spieler bin, der keinen Verein findet."
Ermedin Demirovic

"Ich habe mir vorgenommen, wieder Respekt auf meinen Namen zu bekommen. Das war zuletzt schon sehr viel", stellte Demirovic nach der Partie klar und ließ seine Kritiker verstummen: "Viel Gerede, es hieß, dass ich Verkaufskandidat sei. Jetzt konnte ich zeigen, dass ich hier bin. Und nicht ein Spieler bin, der keinen Verein findet. Ich wollte hierbleiben, hatte auch mit dem Trainer super Gespräche. Ich wollte den Weg hier weitergehen und keinen Ausweg suchen."

Demirovic hatte "schlaflose Nächte"

Demirovic machte weiter klar, dass über ihn offenbar Unwahrheiten in den Medien kursierten, nach denen Trainer Sebastian Hoeneß offen für seinen Verkauf gewesen sein soll. "Das war sehr viel, das waren schlaflose Nächte zu Hause", gab der VfB-Stürmer Einblicke in seine Gefühlswelt. "Schon im Trainingslager wurde eine Lüge verbreitet, dass der Trainer mich verkaufen möchte. Das haben wir schnell geklärt."

Dabei wies Hoeneß auch öffentlich immer wieder auf die Wichtigkeit Demirovics hin. Der VfB wollte schon in der vergangenen Saison mit drei Stürmern auf hohem Niveau in die Saison gehen, da wäre ein Abgang des Bosniers ein seltsamer Strategiewechsel gewesen.

Zudem sprechen die Zahlen eindeutig für Demirovic: In 90 Pflichtspielen für den VfB war der gebürtige Hamburger an 44 Treffern (33 Tore, elf Assists) beteiligt.


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