Rund um das ausverkaufte Volksparkstadion gab es vor dem Anpfiff am Sonntagnachmittag eigentlich nur ein Thema: Fabio Vieira. Der 26-jährige Portugiese, der den Hamburger SV in der vergangenen Saison als Leihspieler mit sieben Treffern und fünf Vorlagen begeistert hatte, ist pünktlich zum Ende der Transferperiode fest an die Elbe gewechselt. Für rund neun Millionen Euro kaufte der Aufsteiger von 2025 den Techniker vom FC Arsenal und stattete ihn mit einem langfristigen Vertrag bis 2030 aus.
Die Verpflichtung hat in Hamburg einen absoluten "Vieira-Rausch" ausgelöst, der sich besonders an den Kassen bemerkbar macht. Wie die Bild-Zeitung berichtet, verkaufte der Klub seit der Bekanntgabe der Rückennummer am Freitagmittag innerhalb von 48 Stunden unfassbare 2.000 Trikots mit der Nummer 20.
Vieira pulverisiert den Rekord von Vuskovic
Das ist ein nie dagewesener Rekord für den HSV. Zum Vergleich: Das sind rund doppelt so viele abgesetzte Shirts wie im Vorjahr in den ersten Tagen nach der Leihe von Abwehr-Star Luka Vuskovic. Der Kroate war damals der absolute Fan-Liebling.
Lange hatten der Verein und Vieira übrigens noch um eine andere Rückennummer gepokert. Hätte Immanuel Pherai den HSV noch verlassen, sollte der portugiesische Spielmacher eigentlich dessen Nummer 10 übernehmen. Da Pherai jedoch blieb, war ein Tausch laut Statuten nicht möglich.
Brutaler Euphorie-Dämpfer: HSV geht gegen Mainz unter
Trotz der Euphorie auf den Rängen mussten sich die HSV-Fans am Sonntag in Geduld üben: Wegen eines leichten Fitness-Rückstands saß der Hoffnungsträger zunächst nur auf der Bank und wurde erst mit Beginn der zweiten Hälfte eingewechselt.
Der HSV geriet gegen eiskalte Mainzer trotz des Vieira-Comebacks komplett unter die Räder. Am Ende stand eine historische 0:5-Heimpleite auf der Anzeigetafel. Die Treffer für die übermächtigen Gäste erzielten Sheraldo Becker, Phillipp Mwene, der ehemalige Hamburger Ransford-Yeboah Königsdörffer sowie Doppeltorschütze Phillip Tietz.
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