Die Vorfreude bei den HSV-Anhängern auf den Saisonstart steigt, doch eine entscheidende Frage im Kader der Rothosen bleibt weiterhin ungeklärt: Wer übernimmt die kreative Spielmacherrolle von Fábio Vieira? Die Kaufoption in Höhe von 22 Millionen Euro ist für den Hamburger SV nicht zu stemmen, und die zähen Verhandlungen mit dem FC Arsenal über einen möglichen Preisnachlass oder eine erneute Leihe drohen zu scheitern.
Daher hat der HSV offenbar den Blick nach Frankreich gerichtet – und ist dort auf einen äußerst spannenden Nachfolger gestoßen. Wie die renommierte französische Sportzeitung L’Équipe und Sky-Reporter Florian Plettenberg übereinstimmend berichten, befinden sich die Hamburger in sehr weit fortgeschrittenen Gesprächen mit dem 22-jährigen Martin Adeline.
Mündliche Einigung ist bereits erzielt
Der französische Juniorennationalspieler steht aktuell bei ES Troyes AC unter Vertrag und avancierte in der abgelaufenen Saison zu den absoluten Überfliegern in der Ligue 2. Mit zehn Toren und elf Vorlagen in 32 Ligaspielen war der offensive Mittelfeldspieler einer der großen Erfolgsgaranten für den Aufstieg seiner Mannschaft in die höchste französische Spielklasse.
Mit dem Spieler selbst soll der HSV bereits eine vollständige mündliche Einigung über einen langfristigen Vertrag erzielt haben. Intern sehen die Verantwortlichen in Adeline genau die offensive Nummer Acht, die der Mannschaft nach dem Abgang von Vieira aktuell schmerzlich fehlt.
Ein Transfer mit Millionen-Dimensionen
Ganz perfekt ist der Deal jedoch noch nicht. Zwischen dem Bundesliga-Klub und dem französischen Erstliga-Aufsteiger Troyes müssen noch letzte Ablöse-Details geklärt werden, weshalb auch das finale grüne Licht für den Medizincheck noch aussteht. Dem Vernehmen nach wird die Ablösesumme für den spielstarken 22-Jährigen am Ende knapp unter sechs Millionen Euro liegen.
Trotz der starken Entwicklung von Adeline, der seinen Marktwert zuletzt auf beachtliche zehn Millionen Euro steigern konnte, wäre dies für den HSV ein massives Investment. Ein Transfer in dieser Größenordnung würde ihn zum teuersten Hamburger Neuzugang seit der Abstiegssaison 2017/18 machen, als Kyriakos Papadopoulos und André Hahn an die Elbe wechselten.
Sollten die Rothosen diesen Deal tatsächlich zeitnah über die Bühne bringen, wäre eine gleichzeitige Rückkehr von Fábio Vieira in diesem Transfersommer wohl endgültig vom Tisch. Angesichts der beeindruckenden Scorer-Werte des jungen Franzosen in der abgelaufenen Spielzeit dürfte diese Alternative bei den Hamburger Fans jedoch schnell für große Begeisterung sorgen.
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