VfB-Trio darf auf neuen Anlauf hoffen
Von Jan Kupitz

Der VfB Stuttgart hat im Großen und Ganzen eine zufriedenstellende erste Halbserie gespielt und liegt in allen drei Wettbewerben noch aussichtsreich im Rennen. Doch nicht für jeden Spieler lief die Saison bislang wie am Schnürchen, da es auch den einen oder anderen Akteur gab, der (verletzungsbedingt) hintendran war bzw. hinter den Erwartungen zurück blieb.
Dazu kann man definitiv Justin Diehl, Leonidas Stergiou und Chris Führich zählen. Wie die Bild berichtet, dürfen sich diese Drei aber nun wieder Hoffnungen machen, dass es 2026 besser läuft. Nicht zuletzt, weil das Trio beim jüngsten Testspiel gegen Luzern (3:2) zu gefallen wusste.
Führich hat nur ein Drittel aller Minuten bestritten
Gegen die Schweizer konnte Führich einen Treffer beisteuern und die Hoffnung nähren, dass er nach einem schwachen Jahr 2025 nun wieder ähnliche Auftritte hinlegt wie die, die ihn zum Nationalspieler gemacht und sogar mit einem Wechsel zum FC Bayern in Verbindung gebracht haben. In der laufenden Saison stand Führich in der Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal insgesamt nur sechs Mal in der Startelf; wie die Bild errechnet hat, absolvierte er nur 32% der möglichen Spielminuten.
Mit Tiago Tomas, Bilal El Khannouss, Jamie Lewelig und dem wiedererstarkten Nikolas Nartey ist die Konkurrenz in der offensiven Dreierreihe zwar nicht ohne, doch dass Führich prinzipiell die Qualitäten hat, um sich durchzusetzen, hat er bereits gezeigt.
Diehl muss gesund bleiben
Einer, der ebenfalls für die offensiven Flügelpositionen infrage käme, ist Justin Diehl. Doch anstatt die gegnerischen Abwehrreihen auszutanzen, musste der Youngster seit seinem Wechsel zum VfB vor allem in der Reha schuften, um fit zu werden. Denn: Diehl hat in seinen eineinhalb Jahren in Stuttgart mit mächtig Verletzungspech zu kämpfen.
Gegen Luzern erzielte Diehl einen Treffer und war auch sonst richtig gut aufgelegt. "Jetzt drücken wir die Daumen, dass er stabil bleibt", wird Sebastian Hoeneß von der Bild zitiert. "Sein Weg zu Spielminuten wird über die zweite Mannschaft gehen. Er hat Waffen, das zeigt er immer wieder. Aber er muss gesund bleiben."
Stergiou kann vom Verletzungspech profitieren
Der Dritte im Bunde ist Stergiou, der in der laufenden Saison genau eine Minute auf dem Feld stand - beim 2:0-Sieg im DFB-Pokal gegen Bochum. In der Bundesliga hat der Verteidiger, der den Saisonbeginn verletzt verpasst hatte, bislang komplett das Nachsehen.
In der Winterpause hatte zwischenzeitlich ein Wechsel zum 1. FC Heidenheim im Raum gestanden, doch weil die Schwaben in der Defensive über größere Personalprobleme klagen, wurde ein Abgang kurzerhand gestoppt. Nun besitzt der 23-Jährige die große Möglichkeit, sich wieder in der Vordergrund zu spielen und zu zeigen, dass er sehr wohl das Potenzial für den VfB hat. Gegen Luzern durfte er von Beginn an ran, was sicherlich kein schlechtes Zeichen ist.
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