Der VfB Stuttgart hat die Zukunft auf der Torhüterposition endgültig geregelt. Wie der Bundesligist offiziell bestätigte, kehrt Dennis Seimen nach seiner erfolgreichen Leihe vom SC Paderborn 07 zurück und wird künftig als neue Nummer eins der Schwaben zwischen den Pfosten stehen.
Der 20-Jährige besitzt beim VfB noch einen langfristigen Vertrag bis 2029 und soll in Stuttgart langfristig das Gesicht einer neuen Generation werden.
"Dennis hat in Paderborn eine fantastische Saison gespielt. Er ist kein Experiment, sondern wir trauen ihm die Rolle als Nummer eins aus voller Überzeugung zu. Hierzu gibt es bei uns auch keine geteilten Ansichten. Wir alle teilen diese Haltung", bekräftigte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth gegenüber derDeutschen Presse-Agentur.
"Dennis ist ein junger Torwart, der den Wettkampf und die Herausforderung liebt", führte Wohlgemuth aus. "Auch wenn er noch nicht mit der Erfahrung eines 35-Jährigen aufwarten kann, war er immer in der Lage, sich extrem schnell an ein neues Leistungsniveau anzupassen und dieses bald mitzubestimmen – bei den U-Nationalmannschaften, in der dritten Liga und zuletzt auch in der zweiten Liga in Paderborn."
Seimen überzeugt in Paderborn
Die Entscheidung war zuletzt erwartet worden. Intern galt Dennis Seimen beim VfB schon seit längerer Zeit als designierter Stammtorhüter der Zukunft. Mit starken Leistungen während seiner Leihe in Paderborn empfahl sich das Eigengewächs nun endgültig für den nächsten Schritt.
Der U21-Nationalkeeper gehörte in der abgelaufenen Saison zu den absoluten Leistungsträgern der Ostwestfalen und hatte großen Anteil daran, dass Paderborn bis zuletzt um den Bundesliga-Aufstieg kämpfte. In insgesamt 36 Pflichtspielen blieb Seimen dabei zehnmal ohne Gegentor.
Besonders in den entscheidenden Relegationsspielen gegen den VfL Wolfsburg machte der 20-Jährige noch einmal eindrucksvoll auf sich aufmerksam. Vor allem im Hinspiel war Seimen mit mehreren starken Paraden der Hauptgrund für das torlose Remis.
Seimen beerbt Nübel im VfB-Tor
Neben seinen starken Reflexen überzeugte Dennis Seimen in Paderborn vor allem mit seiner Ruhe am Ball und seiner modernen Spielweise. Trotz seines jungen Alters entwickelte sich der Keeper schnell zu einer echten Führungspersönlichkeit und sammelte wertvolle Erfahrungen im Profi-Fußball.
Beim VfB Stuttgart soll der 20-Jährige nun ähnlich aufgebaut werden wie Freiburgs Noah Atubolu, der sich bei seinem Heimatverein früh als Stammkeeper etablierte und inzwischen auch im DFB-Umfeld eine wichtige Rolle spielt.
Vor der Entscheidung für Seimen stand bereits offiziell fest, dass Alexander Nübel keine Zukunft mehr bei den Schwaben hat. Nach drei Jahren Leihe kehrt der 29-Jährige zunächst zum FC Bayern zurück. Ein fester Transfer wäre für den VfB aufgrund der hohen Ablöseforderung sowie des millionenschweren Gehalts des Nationaltorhüters ohnehin kaum realisierbar gewesen.
"Es war in jeglicher Hinsicht eine sensationelle Zeit beim VfB Stuttgart. Meine Familie und ich hatten drei wundervolle Jahre in Stuttgart, und ich habe mich vom ersten Tag an sehr wohlgefühlt. Von der Mannschaft und den Fans wurde mir sehr viel Wertschätzung und Respekt entgegengebracht, wofür ich sehr dankbar bin. Auch sportlich war es eine sehr erfolgreiche Zeit: Wir haben uns dreimal für den internationalen Wettbewerb qualifiziert, unvergessliche Abende in der Champions League und Europa League erlebt und mit dem DFB-Pokalsieg einen ganz besonderen Moment gefeiert, der für immer in Erinnerung bleiben wird", erklärte Nübel zum Abschied.
Danke, Alex!
— VfB Stuttgart 1893 (@VfB) May 27, 2026
Drei Jahre mit dir, traumhafte Flugeinlagen und immer ein Lächeln auf den Lippen.
Die weiß-rote Familie wünscht dir für deine Zukunft nur das Beste! 🤍❤️#VfB | #VfB1893 pic.twitter.com/HNM0afB7kx
In Stuttgart setzt man künftig voll auf die eigene Nachwuchsarbeit und auf Dennis Seimen als langfristige Lösung zwischen den Pfosten.
