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VfB-Flucht? Entscheidung bei Noch-Kapitän Karazor gefallen

Der Konkurrenzkampf beim VfB Stuttgart spitzt sich vor dem Pflichtspielstart zu. Im Fokus steht dabei der amtierende Kapitän der Schwaben, Atakan Karazor.
Will seinen Platz im Stuttgarter Zentrum und die Kapitänsbinde unbedingt behalten: Atakan Karazor
Will seinen Platz im Stuttgarter Zentrum und die Kapitänsbinde unbedingt behalten: Atakan Karazor | DeFodi Images/GettyImages

Beim VfB Stuttgart dreht sich vor dem Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal gegen Hansa Rostock vieles um die Personalie Atakan Karazor. Der 29-jährige Mittelfeldspieler führte die Schwaben in den vergangenen zwei Jahren als Kapitän aufs Feld, sieht sich nach der erneuten Qualifikation für die Champions League nun aber einer extremen Konkurrenzsituation im Zentrum ausgesetzt.

Trainer Sebastian Hoeneß hat im Mittelfeld aktuell die Qual der Wahl. Neben dem gesetzten Regisseur Angelo Stiller und dem aufstrebenden Spanier Chema drängt vor allem Neuzugang Grischa Prömel vehement in die Startelf. Zudem macht der talentierte Österreicher Yanik Spalt aus dem eigenen Nachwuchs auf sich aufmerksam.

Für Karazor bedeutet diese Breite im Kader, dass sein angestammter Platz auf der Sechs akut in Gefahr ist.

Entscheidung über Kapitänsamt vertagt

Diese sportliche Ausgangslage wirkt sich logischerweise auch auf das Kapitänsamt aus. Wie aus einem aktuellen Bericht der Bild hervorgeht, hat Hoeneß die endgültige Entscheidung über den Spielführer für die anstehende Bundesliga-Saison vorerst vertagt. Erst in der kommenden Woche, rechtzeitig vor dem schweren Liga-Auftakt beim FC Bayern München, soll endgültig geklärt werden, wer die Binde dauerhaft trägt. Ein Kapitän auf der Ersatzbank gilt intern als suboptimal, weshalb Vizekapitän Deniz Undav als geeigneter Nachfolger in den Startlöchern stünde.

Hat die Kapitänsfrage vor dem Pokalspiel in Rostock erst einmal vertagt: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß
Hat die Kapitänsfrage vor dem Pokalspiel in Rostock erst einmal vertagt: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß | DeFodi Images/GettyImages

Für das heutige Pokalspiel an der Ostsee bleibt jedoch vorerst alles beim Alten. Karazor wird die Mannschaft am Freitagabend in Rostock ein weiteres Mal als Kapitän auf den Rasen führen. Ob es sein letzter Pflichtspieleinsatz in dieser prestigeträchtigen Rolle sein wird, hängt nun maßgeblich davon ab, wie er sich im internen Konkurrenzkampf behauptet.

Sonderschichten im Mauritius-Urlaub

Der türkische Nationalspieler denkt jedenfalls gar nicht daran, freiwillig das Feld zu räumen. Nach Informationen von Sky Sport verschwendet Karazor keinerlei Gedanken an einen vorzeitigen Abschied aus Stuttgart, obwohl andere Vereine bereits loses Interesse signalisiert haben sollen. Vielmehr will sich der dienstälteste VfB-Profi seinen Platz im Team hart zurückerkämpfen und die Rolle des Herausforderers annehmen.

Dafür hat der 29-Jährige in der Sommerpause einiges investiert. Karazor engagierte eigens einen Privattrainer und schob selbst während seines Urlaubs auf Mauritius zahlreiche Sonderschichten. Das Resultat dieser harten Arbeit ist offensichtlich, denn der Mittelfeldspieler kehrte muskulöser denn je an den Neckar zurück.

Auch wenn sein Stammplatz wackelt, bleibt er innerhalb der Mannschaft eine extrem wichtige Integrationsfigur, deren Wort in der Kabine großes Gewicht hat. Karazor nimmt den Kampf an, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.


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