Auf den letzten Metern des zurückliegenden Sommertransferfensters hätte Josha Vagnoman den VfB Stuttgart beinahe noch verlassen. Premier-League-Aufsteiger Hull City buhlte um den Rechtsverteidiger, allerdings platzte der Wechsel, da sich die beiden Klubs in den Verhandlungen nicht einig wurden. Glück für den VfB, denn der 25-Jährige befindet sich gerade in der Form seines Lebens.
Als rechter Außenverteidiger ist normalerweise die Defensivarbeit Vagnomans Kerngeschäft, doch aktuell läuft es bei ihm auch vorne: Mit zwei Toren und zwei Vorlagen aus drei Pflichtspielen ist Vagnoman der Topscorer des VfB. Sein letzter Treffer, der zum 4:1-Endstand gegen den 1. FC Köln, war dabei sogar noch eine sehenswerte Direktabnahme aus der Luft.
Nachdem er trotz der Rechtsverteidiger-Not im deutschen Nationalteam nicht für die WM nominiert wurde, zeigt Vagnoman nun genau die richtige Reaktion. Auch Jürgen Klopp dürfte dabei genau zusehen, wie sich der zweimalige Nationalspieler gerade ins Rampenlicht spielt. Doch was genau steckt hinter dieser Leistungsexplosion?
Vagnoman will mutiger und egoistischer werden
Laut Sky Sport hat Vagnoman die Sommerpause dazu genutzt, um die Vorsaison intensiv aufzuarbeiten. Gemeinsam mit seinen Trainern hat sich der gebürtige Hamburger das Ziel gesetzt, wieder mutiger nach vorne mitzuspielen. Auch in engen Räumen wolle der Spieler egoistischer werden und häufiger selbst den Abschluss suchen.
Passend dazu darf er beim VfB regelmäßig auf der rechten Schienenposition ran, sofern Trainer Sebastian Hoeneß mit einer Dreierkette spielen lässt. Das gibt Vagnoman noch mehr Freiheiten im Spiel nach vorne, da die drei Innenverteidiger ihm den Rücken freihalten. Doch auch als rechter Verteidiger einer Viererkette strahlt er nun wieder mehr Gefahr aus. Dies stellte er beim Heimsieg gegen Köln mit einem Tor und einer Vorlage eindrucksvoll unter Beweis.
Hoeneß beeindruckt: "Da musst du schon was können"
"Josha habe ich immer als jemanden kennengelernt, der genau weiß, was er kann. Er ist auf jeden Fall ein sehr offensivstarker Verteidiger, der ein gutes Gefühl hat, wann er vorne auftauchen und gefährlich werden kann. Das macht er teilweise besser als mancher Offensivspieler. Wenn du gegen München und Köln so triffst, da musst du schon was können", lobt Hoeneß seinen Schützling.
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