Die Zukunft von Bilal El Khannouss ist völlig offen. Der marokkanische Offensivstar kam zwar erst im vergangenen Sommer zum VfB Stuttgart, würde aber wohl gerne schon wieder den nächsten Schritt machen. Nach einer erfolgreichen ersten Bundesliga-Saison mit neun Scorerpunkten in 25 Spielen stehen ihm einige Türen offen.
Dass El Khannouss nicht mit ins Trainingslager nach Grassau gereist ist, passt da zwar ins Bild, liegt aber lediglich daran, dass er nach der WM noch seinen verlängerten Urlaub genießt (90min berichtete). Aufgrund der Wechselgerüchte ist seine Personalie aber auch am Chiemsee ein großes Thema.
Wechsel nach England? Wohlgemuth schließt Verkauf nicht aus
Einen Wechsel schließt auch VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth nicht aus. "Der Spieler ist seit einem Jahr da und hat sofort funktioniert. Er ist ein Spieler mit immensem Potenzial. Wir freuen uns, dass er da ist. Klar, bei den Leistungen, die er im letzten Jahr gebracht hat, ist es völlig normal, dass andere Vereine auf ihn aufmerksam werden und sich mit dem Spieler beschäftigen, das wissen wir auch", erklärt der 47-Jährige im Interview mit Sky Sport.

"Solange der Spieler noch unter Vertrag ist, planen wir mit ihm. Wenn sich das Szenario ändert, werden wir das besprechen. Aktuell gibt es aber nichts zu besprechen, daher ist es auch kein Thema", so Wohlgemuth weiter.
Nachdem der VfB im Sommer die Kaufpflicht von 15 Millionen Euro für El Khannouss aktivierte, dürften die Schwaben bei einem Verkauf viel, viel mehr für den gelernten Zehner einnehmen. Im Raum steht eine Ablöse von bis zu 60 Millionen Euro! Laut Sky soll es immerhin schon zwei Anfangen aus der Premier League für den 22-Jährigen geben. Konkrete Angebote stehen aber noch aus.
VfB mit aktuellem Kader zufrieden
Klar ist, dass der VfB mit Blick auf die neue Saison auch ohne El Khannouss konkurrenzfähig wäre. "Wir haben einen Kader, der im letzten Jahr schon funktioniert hat, Erfahrung in der Europa League gesammelt hat und im Grunde noch in dieser Vollständigkeit vorhanden ist. Jetzt haben wir mit Leo Sauer einen Spieler verpflichtet, der Potenzial hat. Wir haben mit Grischa Prömel jemanden verpflichtet mit Identifikation und Führungsqualität. Damit sind wir erstmal zufrieden", schwärmt Wohlgemuth vom aktuellen Team.
Dennoch beobachte er die Situation auf dem Transfermarkt weiterhin aufmerksam. "Am Allerwichtigsten ist, dass die Tiefe und Qualität des Kaders erhalten bleibt. Aber auch da gilt: Qualität vor Aktionismus. Der größte Fehler ist, wenn man unbedingt noch etwas machen möchte", warnt Wohlgemuth.
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