VfB-Boss mit deutlicher Ansage zur Undav-Zukunft
Von Simon Zimmermann

Deniz Undav ist kein Fußballer von der Stange. Allein der Karriereweg des sechsfachen Nationalspielers zeigt, dass Undav heraussticht. Kurz umrissen: Über den SV Meppen in der 3. Liga, Belgien und die Premier League landete der 29-Jährige im Sommer 2023 in Stuttgart - erst per Leihe, dann für bis zu 30 Millionen Euro fest beim VfB.
Im Ländle scheint sich Undav pudelwohl zu fühlen. Sportlich läuft es individuell mit 47 Toren und 25 Assists in 99 Pflichtspielen. Und auch mannschaftlich haben die Stuttgarter in der laufenden Saison wieder deutlich häufiger ihr Potenzial abgerufen. Zwar setzte es jüngst auf St. Pauli die erste Pleite 2026, die Champions-League-Quali ist für den Bundesliga-Fünften aber weiter greifbar.
"Er bestimmt die letzten Jahre die Vereinskultur mit, wurde durch die Branche nicht rundgelutscht."
- Wohlgemuth über Undav (Welt TV)
Undav hat dazu mit elf Toren und zwei Vorlagen in 17 Liga-Spielen beigetragen. Insgesamt kommt er in der Saison vor der WM im Sommer auf 15 Tore und neun Vorlagen in 28 Partien. Zahlen, die wie ein deutliches DFB-Bewerbungsschreiben aussehen. Und auch eines für einen neuen, lukrativen Vertrag. Womöglich der letzte ganz große in Undavs Karriere.
Beim VfB läuft sein aktuelles Arbeitspapier noch bis 2027. Mit 4,5 Millionen Euro im Jahr soll er laut Sport Bild zu den absoluten Spitzenverdienern im Team gehören. Entsprechend sei es kaum wahrscheinlich, dass dem Nationalstürmer in Stuttgart eine weitere Gehaltserhöhung winkt. Was wiederum nicht bedeutet, dass die VfB-Bosse ihren Topstürmer nicht über 2027 hinaus halten wollen.
Wohlgemuth sieht "alle Argumente" auf VfB-Seite
Sportvorstand Fabian Wohlgemuth machte das im Gespräch bei WELT TV am Sonntag mehr als deutlich: "Wir wollen Deniz nicht abgeben, wir profitieren von seinen Toren. Er hat einen Vertrag bis Sommer 2027 und alle Argumente sprechen dafür, dass sein Vertrag dann nicht bei uns endet."
Im Klartext bedeutet das, die Stuttgarter bereiten ein Angebot zur Verlängerung vor. Wie gut die Chancen tatsächlich stehen, lässt sich aber abschließend noch nicht ganz bewerten. Schließlich soll Undav auch in der Premier League "sehr großes Interesse" wecken, berichtete die Sport Bild kürzlich. Dort hatte er im ersten Anlauf bei Brighton den Durchbruch zwar nicht ganz geschafft, aber immerhin schon starke Ansätze gezeigt. Acht Tore und eine Vorlage gelangen in 30 Spielen für Brighton - wobei Undav damals häufig nur Joker war.
In Stuttgart soll laut Sport Bild ein weiterer Knackpunkt die Vertragslänge sein. Undav würde wohl am liebsten für drei weitere Jahre unterschreiben, dem VfB sollen eher zwei vorschweben.
Undav und der VfB: ein Match!
Hier klingt eine Übereinkunft aber nicht allzu weit weg. Sollte Undav mit dem neuen Vertrag weiterhin zu den Topverdienern gehören - wovon auszugehen ist - dürfte sehr viel für einen langfristigen Verbleib im Ländle sprechen. Schließlich hat der 29-Jährige auch immer wieder betont, wie wohl er sich in Stuttgart und beim VfB fühlt.
Dort schätzt man den Stürmer nicht nur wegen seiner fußballerischen Qualitäten. "Deniz hat auf und neben dem Platz eine ganz besondere Präsenz. Er bestimmt die letzten Jahre die Vereinskultur mit, wurde durch die Branche nicht rundgelutscht. Er übernimmt Verantwortung innerhalb und außerhalb des Teams, stellt sich Fragen und Kritik - und er ist in bestechender Form", schwärmte Wohlgemuth.
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