Verzwickte Lage bei Anselmino: Darf der BVB noch hoffen?
Von Leonard Schmidt

Rund um den BVB gab es in den vergangenen Tagen viel Diskussion um den plötzlichen Abflug von Aaron Anselmino. Der FC Chelsea hatte überraschend von seinem Recht Gebrauch gemacht und die Leihe des Verteidigers vorzeitig beendet (90min berichtete).
Für die Dortmunder kam diese Entwicklung durchaus überraschend. Im fitten Zustand galt der Argentinier durchweg als solide Option für die Mannschaft. Allerdings kam der Spieler - auch aufgrund von verletzungsbedingten Ausfälle - nicht über die gesetzte 1000-Minuten-Marke, wodurch die entsprechende Klausel gezogen werden konnte.
Darum kann der BVB noch hoffen
Zuletzt hatte Sky Sport berichtet, dass die Dortmunder Verantwortlichen noch Resthoffnung haben, dass sich bei Anselmino in den kommenden Tagen noch einmal eine Tür öffnet. Grund dafür ist, dass Chelsea Interesse an Jeremy Jacquet von Stade Rennes hat.
Bislang sollen die Verhandlungen um Jacquet eher schleppend vorangehen. Dem Vernehmen nach könnte Anselmino auch als Druckmittel zurückgeholt worden sein. Sollte der Transfer tatsächlich noch zustande kommen, könnte der Argentinier wieder weniger relevant für die Engländer werden. Eine erneute Leihe wäre dann eine Option.
Kommt ein weiterer Innenverteidiger ins Karussell? So ist der aktuelle stand
Nun gab Sky bekannt, dass Chelsea und das Management von Anselmino in einem Meeting am Samstag über die weiteren Pläne sprechen wollen. Eine weitere Variable ist die mögliche Rückholaktion von Mamadou Sarr, der aktuell bei Schwesterklub Racing Straßburg untergebracht ist. Auch hier könnte sich Chelsea einen Spieler in den Kader holen, der Anselmino wieder auf den Markt bringen würde.
Klar ist aber auch: Ein Klub wie Borussia Dortmund sollte sich eigentlich nicht so stark von den Planungen des FC Chelsea abhängig machen. Der BVB hat historisch und sportlich eine Größe, die es ermöglichen sollte, eigene Lösungen zu finden und Spieler fest zu verpflichten, statt bei kurzfristigen Entscheidungen eines Premier-League-Klubs mitzittern zu müssen.
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