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Vertragspoker beim HSV: Polzin lässt aufhorchen

Merlin Polzin möchte den Hamburger SV langfristig weiterentwickeln – und wünscht sich dafür zeitnah Klarheit über seine eigene Zukunft und die seines Trainerteams.
Merlin Polzin möchte langfristig in Hamburg bleiben
Merlin Polzin möchte langfristig in Hamburg bleiben | Christof Koepsel/GettyImages

Beim Hamburger SV richtet sich der Fokus nach der erfolgreichen Rückkehr in die Bundesliga zunehmend auf die langfristige Entwicklung des Vereins. Trainer Merlin Polzin besitzt zwar noch einen Vertrag bis zum Saisonende, würde eine frühzeitige Verlängerung allerdings begrüßen. Dabei geht es dem 35-Jährigen nicht nur um seine eigene Zukunft.

Polzin will Klarheit

"Es geht nicht nur um meinen Vertrag, sondern auch um die von Loic Fave, Richard Krohn und Max Bergmann aus dem Trainerteam", erklärte Polzin der Sport Bild. Mit Sportvorständin Kathleen Krüger, Vorstand Eric Huwer und Sportdirektor Claus Costa pflege er ein "vertrauensvolles und enges Verhältnis." Entsprechend entspannt sei die aktuelle Situation. Gleichzeitig machte der HSV-Coach deutlich, dass eine schnelle Entscheidung für alle Beteiligten hilfreich wäre.

" Ich glaube, dass es immer hilfreich ist, wenn die Mannschaft und alle im HSV wissen, wie die Zukunft aussieht und wofür der Klub stehen will. Daher ist es das Ziel, dass wir das zeitnah geklärt haben."
HSV-Trainer Merlin Polzin

Polzin möchte den Hamburger SV nach dem Klassenerhalt in der vergangenen Saison nun dauerhaft in der Bundesliga etablieren. Dafür soll sich die Mannschaft weiterentwickeln, der Kader gezielt verbessert und die eigene Spielidee noch klarer umgesetzt werden. Auch das Trainingsniveau sei im Vergleich zur Vorsaison bereits gestiegen.

Polzin arbeitet an seiner Weiterentwicklung

Der Trainer selbst beschäftigt sich ebenfalls intensiv mit seiner Entwicklung. In der Sommerpause nahm sich Polzin unter anderem mehrere Tage alleine in Madrid, um seine erste Bundesliga-Saison zu reflektieren. Zusätzlich arbeitet er mit einem Coach zusammen, liest Fachliteratur und sucht bewusst den Austausch mit erfahrenen Kollegen.

Vor dem Testspiel gegen den FC Everton sprach er beispielsweise rund 45 Minuten mit David Moyes über dessen Erfahrungen aus der Premier League. "Ich konnte total viel Power daraus schöpfen", erklärte Polzin.

Auch innerhalb der Mannschaft setzt der Trainer auf klare Strukturen. Nicolai "Rambo" Remberg wurde zum neuen Kapitän bestimmt und soll als Führungsspieler vorangehen. Gleichzeitig scheut Polzin auch vor schwierigen Entscheidungen nicht zurück. Die Ausbootung von Jean-Luc Dompe habe ihn menschlich zwar stark getroffen, sei sportlich aber notwendig gewesen.

Für Polzin geht es letztlich um einen langfristigen Weg: "Mir ist es ganz wichtig, den Verein wesentlich besser zu hinterlassen, als wir ihn vorgefunden haben." Dafür wünscht sich der HSV-Trainer offenbar möglichst bald auch auf vertraglicher Ebene die passende Perspektive.


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