Der Wechsel von Jürgen Klopp zum DFB rückt immer näher. Am Wochenende reisen DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke nach New York, um die letzten Details mit dem Wunschkandidaten für den Bundestrainer-Posten zu besprechen. Laut Bild wurden die wichtigsten Eckpunkte einer Zusammenarbeit bereits im Vorfeld abgestimmt.
Klopp als Aushängeschild des langfristigen DFB-Umbruchs
Nach Informationen der Bild soll Klopp einen Vertrag bis einschließlich 2030 unterschreiben. Damit würde der 59-Jährige nicht nur die Europameisterschaft 2028 in Großbritannien, sondern auch die WM 2030 in Spanien, Portugal und Marokko verantworten. Der frühere Trainer von Mainz 05, Borussia Dortmund und dem FC Liverpool soll beim DFB langfristig den sportlichen Neustart gestalten.
Auch finanziell scheint eine Einigung greifbar. Dem Bericht zufolge wird Klopp jährlich etwas mehr verdienen als sein Vorgänger Julian Nagelsmann, dessen Gehalt zuletzt bei bis zu sieben Millionen Euro gelegen haben soll. Eine zähe Gehaltsdiskussion soll es allerdings nicht geben, da für Klopp vor allem die sportliche Aufgabe im Vordergrund stehe.
Ein Ablösepaket für Red Bull ist unterdessen offenbar vom Tisch. Obwohl Klopp dort noch bis 2029 als "Head of Global Soccer" unter Vertrag steht, soll der Getränkekonzern auf eine Millionenablöse verzichten. Stattdessen soll der 59-Jährige dem Unternehmen künftig als Markenbotschafter erhalten bleiben.
Vertraute Gesichter und weitere Veränderungen beim DFB
Auch das Trainerteam nimmt bereits konkrete Formen an. Als erster Co-Trainer soll Peter Krawietz zum DFB wechseln. Der 54-Jährige arbeitete bereits bei Klopps bisherigen Trainerstationen eng mit ihm zusammen und gilt als einer seiner wichtigsten Vertrauten. Zudem soll auch Pepijn Lijnders zum Trainerstab stoßen. Der Niederländer war über viele Jahre Klopps Assistent in Liverpool und arbeitete zuletzt unter Pep Guardiola bei Manchester City.
Neben dem Trainerteam wird sich auch die Führungsstruktur des DFB verändern. DFB-Sportgeschäftsführer Andreas Rettig wird zum Jahresende seine Tätigkeit beenden. Als möglicher Nachfolger gilt laut Bild Weltmeister Per Mertesacker, der künftig die Neuausrichtung des deutschen Nachwuchsfußballs vorantreiben könnte.
Die letzten offenen Fragen sollen nun beim Treffen in New York geklärt werden. Nach Informationen der Bild werden sich neben Neuendorf und Watzke auch Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und Klopp persönlich austauschen, ehe im Anschluss die Verträge vorbereitet werden.
Klopps Debüt an der Seitenlinie soll schließlich am 24. September im Nations-League-Duell gegen die Niederlande erfolgen. Im Rahmen der neuen, verlängerten Länderspielpause stehen anschließend direkt drei weitere Partien auf dem Programm – zwei gegen Griechenland und eine gegen Serbien. Schon bei diesen ersten Auftritten dürfte Klopp seiner Mannschaft eine neue Handschrift verleihen und auch personell erste Veränderungen vornehmen.
