Dass sich in der Regel zumindest eine Mannschaft und deren Anhänger über den Schiedsrichter aufregen und eine unfaire Behandlung wittern, gehört soweit zum Fußball dazu. Das gilt für die heimische Kreisliga ebenso wie für die höchsten Ligen.
Auch in der Bundesliga gibt es regelmäßige Diskussionen über die Leistungen der Schiedsrichter sowie ihre grundsätzliche Qualität. Doch wer könnte ein besseres Gefühl für die tatsächliche Klasse der Unparteiischen und ihre Entwicklung haben, als die Spieler höchstselbst? Immerhin stehen sie Woche für Woche in direktem Kontakt mit ihnen und dürften das beste Gefühl für diese Thematik haben.
Spieler sehen schlechtere Schiedsrichter und wollen den VAR behalten
In der Umfrage des kicker gibt es nun aber ein regelrecht vernichtendes Ergebnis für die deutschen Profischiedsrichter. 199 Bundesliga-Spieler haben ihre Stimmen hinsichtlich zweier Prämissen abgegeben. Dabei ging es zum einen um die Entwicklung der Schiedsrichter-Leistungen und zum anderen um den VAR.
Gerade einmal 4,5 Prozent aller befragten Spieler sahen verbesserte Leistungen der Unparteiischen. 46,7 Prozent vortierten für einen Gleichstand, während satte 48,8 Prozent eine Verschlechterung festgestellt haben wollen. Die größte Gruppe der 199 Spieler ist also der Meinung, dass die Schiedsrichter schlechter geworden sind.
Bei der Frage, ob der VAR vollends abgeschafft werden sollte, votierten mit 30,7 Prozent eine Minderheit für diese Abschaffung. 67,8 Prozent sprachen sich gegen das VAR-Aus aus, die übrigen 1,5 Prozent machten zu dieser Frage keine Angabe. Im Schnitt haben sich also etwa zwei von drei Profis nicht nur an den Video-Assistenten gewöhnt, sie würden ihn auch weiterhin behalten und ihn nicht wieder abschaffen wollen.
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