Es war ein wichtiger Punkt, den der 1. FC Köln am Freitagabend beim FC St. Pauli mitnahm. Obwohl die Kiezkicker eigentlich die bessere Mannschaft waren, besorgte Luca Waldschmidt in der 85. Minute per Elfmeter den wichtigen Ausgleich und sicherte den Punkt.
Damit hielten die Domstädter St. Pauli in der Tabelle weiter auf Distanz und könnten, je nachdem wie die anderen Teams spielen, einer der Gewinner des Spieltags werden. Doch in einem anderen Punkt könnten die Kölner als Verlierer darstehen.
Super-GAU für Köln?
Die Bild berichtet, dass Stürmer Ragnar Ache das Saisonaus droht. Der 27-Jährige musste in der 51. Minute ausgewechselt werden, nachdem er sich bei einem Sprint an den rechten Oberschenkel gefasst hatte. Laut der Bild besteht der Verdacht auf einen Muskelfaserriss.
"Das würde drei Wochen Pause bedeuten", mutmaßte Sky-Experte Martin Harnik schon beim Blick auf die Live-Bilder. Damit wäre ein Saisonaus von Ache ziemlich wahrscheinlich – für Köln ein absoluter Schock. Der 27-Jährige ist gemeinsam mit Jakub Kaminski der zweitbeste Torschütze des Aufsteigers.
Auch Trainer René Wagner klang nach dem Abpfiff wenig hoffnungsvoll: "Ich glaube schon, dass da was ist. Aber wir müssen die MRT-Bilder abwarten." Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler ergänzte: "Das sah nicht gut aus. Ich war nach dem Spiel kurz bei Ragnar in der Kabine. Natürlich ist er sehr niedergeschlagen."
Wagner muss kreativ werden
Für Köln wäre ein Saisonaus von Ache eine Katastrophe. Einen Stürmer mit ähnlichem Profil und ähnlicher Qualität gibt es im Kader nicht. Weder Luca Waldschmidt noch Marius Bülter sind Zielspieler, die den Ball vorne festmachen können, wie es Ache tut.
Trainer René Wagner muss also in den kommenden Spielen kreativ werden. Denn eins ist auch klar: Sicher gerettet ist der Effzeh noch nicht. Das wird auch Wagner wissen, der vor dem Derby gegen Bayer Leverkusen also ein schwieriges Puzzle zu lösen hat.
