Die Sorgen um Neymar Jr. werden kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft offenbar immer größer. Nachdem der brasilianische Superstar zuletzt bereits unter großer Geheimhaltung medizinisch untersucht worden war, gibt es nun das nächste bittere Update. Wie Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet, hat sich Neymar erneut verletzt und fällt voraussichtlich zwei bis drei Wochen aus.
Damit wird der 34-Jährige die anstehenden Testspiele Brasiliens gegen Panama und Ägypten definitiv verpassen. Darüber hinaus droht Neymar nun offenbar sogar das Aus für das WM-Auftaktspiel gegen Marokko. Für Brasilien wäre das ein herber Rückschlag, schließlich gilt der Offensivspieler trotz seines Alters weiterhin als einer der wichtigsten Führungsspieler der Seleção.
Große Sorgen um Neymars Fitness
Bereits in den vergangenen Tagen hatten Berichte aus Brasilien für große Unruhe gesorgt. Neymar konnte zuletzt nicht am Mannschaftstraining teilnehmen und wurde stattdessen in einer Privatklinik in Rio de Janeiro untersucht.
Laut brasilianischen Medien sollen die Untersuchungen unter außergewöhnlich strengen Sicherheitsmaßnahmen stattgefunden haben. Berichten zufolge wurde die Klinik sogar vorzeitig geschlossen, Mitarbeiter mussten angeblich Geheimhaltungsvereinbarungen unterschreiben.
Hintergrund der Probleme ist eine Wadenverletzung, die sich Neymar bereits Mitte Mai im Trikot des FC Santos zugezogen hatte. Zunächst war lediglich von einem leichten Ödem die Rede gewesen. Nun scheint die Verletzung allerdings schwerwiegender zu sein als zunächst angenommen.
Ancelotti vor schwerer Entscheidung - Muss Neymar um WM zittern?
Für Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti kommt die Situation denkbar ungelegen. Der Italiener hatte Neymar trotz seiner langen Verletzungspause für den WM-Kader nominiert – eine Entscheidung, die in Brasilien für hitzige Diskussionen sorgte.
Bis Anfang Juni muss die endgültige Kaderliste bei der FIFA eingereicht werden. Sollte sich Neymars Zustand weiter verschlechtern, könnte Ancelotti kurzfristig noch einmal reagieren müssen. Als mögliche Nachrücker gelten unter anderem João Pedro vom FC Chelsea oder Antony von Real Betis.
Besonders bitter wäre ein WM-Aus jedoch für Neymar selbst: Der Superstar träumt weiterhin vom ersten Weltmeistertitel seiner Karriere und womöglich von seiner letzten großen WM-Bühne.
