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US-Klatsche gegen Belgien: Balogun meldet sich bemerkenswert zu Wort

Folarin Balogun stand im Vorfeld des WM-Achtelfinals im Fokus. Der US-Angreifer äußerte sich nach dem Spiel erstmals öffentlich. Und gab sich äußerst reflektiert.
Folarin Balogun agierte gegen Belgien unglücklich
Folarin Balogun agierte gegen Belgien unglücklich | Luke Hales/GettyImages

Ausgerechnet, könnte man sagen. Nach drei Toren und einem Assist gehörte Folarin Balogun zu den größten Stars und Hoffnungsträger im Team von WM-Gastgeber USA. Dann sah der Monaco-Stürmer im Sechzehntelfinale gegen Bosnien die glatt Rote Karte nach Videobeweis.

Spielen durfte der 25-Jährige im Achtelfinale gegen Belgien trotzdem. US-Präsident Donald Trump hatte die FIFA aufgefordert, die Sperre zu überdenken. Der Weltverband kam dem nach und setzte die eigentlich automatisch folgende Ein-Spiel-Sperre für Balogun für ein Jahr zur Bewährung aus.

Balogun kein Faktor

Über die Skandalträchtigkeit dieser Entscheidung ist viel diskutiert worden. Fakt ist, Balogun stand gegen Belgien in der US-Startelf. Und lieferte ausgerechnet bei der klaren 1:4-Pleite – bei der er von Beginn an unter dem Brennglas der Beobachter stand – seine schwächste Vorstellung im Turnierverlauf ab.

Nach den ersten 45 Minuten hatte der Stürmer mit zehn Ballkontakten die wenigsten aller Akteure auf dem Platz zu verzeichnen. Am Ende waren es 21, magere drei Torschüsse, unter 40 Prozent gewonnene Zweikämpfe und eine Passquote von unterirdischen 58 Prozent.


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Balogun: "Natürlich ist es dann kontrovers"

"Ich war in den Prozess nicht involviert. Das hatte nichts mit mir persönlich zu tun."
Folarin Balogun

Am jähen Achtelfinal-Aus der Gastgeber konnte Balogun also nichts ändern. Nach dem Spiel sprach der Angreifer erstmals öffentlich über den Wirbel um seine Person. Der 25-Jährige drückte sein Verständnis aus, da es schließlich normal sei, für eine Rote Karte gesperrt zu werden. "Natürlich ist es dann kontrovers, wenn die Entscheidung geändert wird", so Balogun.

Er selbst habe sich lediglich an die Urteile gehalten: "Wir haben die Entscheidung akzeptiert, als ich die Rote Karte gesehen habe, und wir haben die Entscheidung akzeptiert, als uns gesagt wurde, dass ich spielen kann. Ich war in den Prozess nicht involviert. Das hatte nichts mit mir persönlich zu tun."

Beim Stürmer der AS Monaco überwog nach Spielende vor allem der Frust über das WM-Aus. Nach überwiegend starken Leistungen konnte das US-Team gegen Belgien deutlich weniger Energie auf den Platz bringen, wie auch Balogun anmerkte: "Sonst haben wir gut gespielt und es geschafft, den Funken auf das Publikum überspringen zu lassen. Das ist uns nicht gelungen, das ist das Enttäuschende für mich. Jetzt müssen wir wieder vier Jahre warten, bis wir wieder eine Chance bekommen."

Belgien-Coach lobt fairen Balogun

Was Balogun ehrte: Nach dem Schlusspfiff ging er zu Belgiens Trainer Rudi Garcia, der als einer der schärfsten Kritiker der FIFA-Entscheidung aufgetreten war. "Ich wollte Belgien und Rudi Garcia gratulieren und ihnen viel Erfolg wünschen für den Rest des Turniers."

Bei Garcia kam das sehr gut an: "Er kam zu mir, das hat mir gefallen. Er ist nicht schuld. Er hat nichts falsch gemacht. Ich schätze ihn", erklärte der Coach auf der Pressekonferenz.


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