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Undav-Diskussion beim VfB? Hoeneß wird deutlich!

Deniz Undav wartet noch auf seinen ersten Bundesliga-Treffer der neuen Saison.
VonSimon Zimmermann
Deniz Undav vergab gegen die TSG eine große Chance
Deniz Undav vergab gegen die TSG eine große Chance | IMAGO/Sportfoto Rude

Der VfB Stuttgart hat den Bundesliga-Start in den Sand gesetzt. Am 3. Spieltag setzte es für die Schwaben bei der TSG Hoffenheim die zweite Niederlage. Star-Stürmer Deniz Undav, der den VfB in den ersten vier Pflichtspielen der Saison als Kapitän aufs Feld geführt hatte, musste zunächst von der Bank aus mitansehen, wie sein Team mit 1:2 auf die Verliererstraße geriet.

Als Joker hatte Undav dann kurz nach seiner Einwechslung den Ausgleich auf dem Fuß. Doch statt selbst abzuschließen, legte der 13-fache Nationalspieler quer. Ein Abnehmer stand alerdings nicht bereit.

Muss über Undav "diskutiert werden"?

Im Interview mit Trainer Sebastian Hoeneß meinte der Sky-Reporter nach dem Spiel dann: "Über die Chance von Undav könnte aufgrund der aktuellen Lage diskutiert werden."

Die aktuelle Lage für die Stuttgarter ist neben den mageren drei Punkten aus den ersten drei Spielen auch die Torlosigkeit von Undav. In der Bundesliga steht der 29-Jährige noch gänzlich ohne Scorer da. In der Chmapions League und im DFB-Pokal glänzte er dagegen jeweils mit zwei Assists. Dennoch erhofft man sich beim VfB von Undav natürlich auch regelmäßige eigene Treffer.

Die Sky-Kritik prallte derweil an Hoeneß komplett ab: "Jetzt muss ich mal fragen: Was ist denn die aktuelle Lage? Ich kann das nicht nachvollziehen. Das Thema kommt auf, weil es jetzt angesprochen wird", kommentierte er bissig.

Hoeneß verteidigt Undav vehement

Diskussionen um seinen Führungsspieler will Hoeneß im Keim ersticken. Im Interview fügte er hinzu: "Ich gehe da nicht mit. Entschuldigung, dass ich Ihnen da ins Wort gefallen bin. Indem man das so anfängt, wird das zum Thema. Er hat in der Champions League am Mittwoch ein gutes Spiel mit zwei Vorlagen gemacht, hat im DFB-Pokal zwei Vorlagen gemacht. Dieses Spiel wollen wir nicht mitmachen. Deniz hat eine große Chance vergeben, aber andere Spieler auch. Wir als Mannschaft waren nicht effizient genug."

Dass Undav in Sinsheim nicht von Beginn auf dem Platz stand, bewertete VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth derweil nicht als Degradierung. Vielmehr sei dies auch der Belastungssteuerung geschuldet gewesen. "Deniz hat nicht begonnen, aber das taugt nicht zur Staatsaffäre. Wir versuchen, wie in jedem Jahr, die Belastungen gut zu verteilen. Unsere Englischen Wochen haben begonnen. Deniz hat am vergangenen Mittwoch durchgespielt und wurde heute, übrigens auch neben anderen Spielern, etwas herunterreguliert. Also kein Aufreger, sondern ganz normales Business."

Kommenden Samstag, wenn am Abend das Topspiel gegen den BVB ansteht (18:30 Uhr), dürfte Undav den VfB wieder als Kapitän aufs Feld führen. Mit dem ein oder anderen Tor würden dann auch aufkeimende Undav-Diskussionen schnell wieder im Keim erstickt werden.


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