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Umbruch am Geißbockheim: So sieht der weitere Kölner Transfer-Plan aus

Beim 1. FC Köln dreht sich das Transferkarussell in diesem Sommer rasant. Sechs Neuzugänge sind bereits fix, doch Sportchef Thomas Kessler bastelt weiter fleißig am Kader.
Neuer Kurs am Geißbockheim: Der 1. FC Köln nimmt bei seinen Transferplanungen verstärkt den englischen Markt ins Visier
Neuer Kurs am Geißbockheim: Der 1. FC Köln nimmt bei seinen Transferplanungen verstärkt den englischen Markt ins Visier | Jan Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Der Transfersommer am Kölner Geißbockheim ist geprägt von einem massiven personellen Umbruch. Der 1. FC Köln hat bereits sechs Neuzugänge präsentiert, musste im Gegenzug aber auch schmerzhafte Abgänge wie Eric Martel und Jakub Kaminski hinnehmen.

Doch die Planungen von Sportchef Thomas Kessler sind noch längst nicht abgeschlossen. Die Verantwortlichen arbeiten im Hintergrund mit Hochdruck an weiteren Verstärkungen für die anstehende Bundesliga-Saison.

Der englische Markt rückt in den Fokus

Die Personalentscheidungen der vergangenen Monate deuten auf eine klare Strategie hin: Der englische Markt ist das neue Revier der Kölner. Mit Tim Steidten als ausgewiesenem England-Experten und seinem Bruder Moritz, der kürzlich als Leiter der Scouting-Abteilung verpflichtet wurde, richtet der FC seinen Blick verstärkt über den Ärmelkanal.

Die Verpflichtung von Talenten wie Jahmai Simpson-Pusey (nach Leihe) und Reigan Heskey unterstreicht diesen Kurs. Nun soll mit Mikey Moore ein weiteres englisches Juwel in die Domstadt gelockt werden.

Hängepartie um Mikey Moore

Der 18-jährige Offensivspieler von Tottenham Hotspur gilt als Wunschziel der Kölner Verantwortlichen. Eine grundsätzliche Einigung über ein Leihgeschäft soll bereits erzielt worden sein. Dennoch gerät der Deal aktuell ins Stocken.

Tottenham-Coach Roberto De Zerbi zögert offenbar noch, grünes Licht für den Wechsel zu geben, da die Londoner aufgrund von Verletzungen kurzfristig zusätzliche Offensivoptionen benötigen. Eine endgültige Absage an den FC ist dies jedoch nicht. Die Verantwortlichen am Rhein hoffen weiterhin auf eine baldige Freigabe.

Der Millionen-Poker um Said El Mala

Zäher Poker um Said El Mala: Der BVB lockt das Kölner Ausnahmetalent mit einem Rekordangebot nach Dortmund
Zäher Poker um Said El Mala: Der BVB lockt das Kölner Ausnahmetalent mit einem Rekordangebot nach Dortmund | Christof Koepsel/GettyImages

Während die Kölner auf der Zugangsseite auf den englischen Markt schielen, tobt auf der Abgangsseite ein wilder Poker um Said El Mala. Borussia Dortmund lockt das 19-jährige Eigengewächs mit einem historischen Rekordangebot.

Der BVB bietet dem Vernehmen nach eine fixe Ablösesumme von 48 Millionen Euro plus zwei Millionen Euro an leicht erreichbaren Boni. Weitere fünf Millionen Euro könnten durch schwerer zu erreichende Leistungen hinzukommen. Im Idealfall winkt dem FC ein Gesamtpaket von 55 Millionen Euro.

Ein Streitpunkt bleibt die von Köln geforderte Weiterverkaufsklausel, bei der der FC eine Beteiligung von zehn Prozent an der Gesamtsumme fordert, während Dortmund nur zehn Prozent vom Transfergewinn abtreten möchte. El Mala selbst hat seinen Wechselwunsch nach Dortmund bereits deutlich hinterlegt.

Suche nach Verstärkung in fast allen Mannschaftsteilen

Neben den Hängepartien um Moore und El Mala sondiert der 1. FC Köln weiterhin den Transfermarkt. Gesucht werden laut Marlon Irbacher von Sky Sport ein erfahrener Sechser, ein Stürmer sowie ein weiterer Linksverteidiger, auch wenn letztgenannte Position die geringste Priorität besitze.

Die Rückkehr von Ellyes Skhiri für die Sechs schien zuletzt vom Tisch zu sein. Wie Marlon Irlbacher vermeldet, ist der Deal aber noch nicht völlig abgeblasen, auch wenn zuletzt keinerlei Bewegung mehr drin war. Es scheint, als wäre Skhiri maximal die Notlösung, da der FC zunächst andere Kandidaten sondiert.

Die nächsten Wochen dürften in Köln jedenfalls spannend bleiben. Ob es am Ende ein Transfer-Coup oder ein Last-Minute-Deal wird, wird sich zeigen. Der FC hat noch einiges an Arbeit vor sich, um einen schlagkräftigen Kader für die kommende Saison zusammenzustellen.


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