Nach dem bereits gesicherten Meistertitel richtet sich beim FC Bayern München der volle Fokus auf die Champions League. Am kommenden Dienstag (21 Uhr, Amazon Prime) gastiert die Mannschaft von Vincent Kompany im Halbfinal-Hinspiel bei Paris Saint-Germain. Vor dem Kracher im Prinzenpark hat die UEFA nun den Schiedsrichter für die Partie bekanntgegeben. Die Ansetzung könnte bei manchen Bayern-Fans Erinnerungen wecken.
Leiten wird das Topspiel der Schweizer Sandro Schärer. Der 37-Jährige gehört seit Jahren zum internationalen Kreis der UEFA und ist bereits seit 2015 FIFA-Schiedsrichter. Nun wartet auf ihn eines der größten Spiele seiner bisherigen Karriere.
Erinnerungen an Inter-Aus
Mit dem FC Bayern gab es für Sandro Schärer bereits mehrere Berührungspunkte. Unter der Leitung des Schweizers gewannen die Münchner in der Champions-League-Gruppenphase im Dezember 2020 mit 2:0 gegen Lokomotive Moskau.
Deutlich unangenehmer dürften jedoch die Erinnerungen an April 2025 sein. Damals verlor der deutsche Rekordmeister das Viertelfinal-Hinspiel gegen Inter Mailand unter Schärers Leitung mit 1:2 – zugleich endete damit eine beeindruckende Serie von 22 ungeschlagenen Heimspielen in der Champions League.
Nach dem 2:2 im Rückspiel war das internationale Aus schließlich besiegelt, ausgerechnet in jener Saison, in der das Finale in der Allianz Arena stattfinden sollte. Zwar wurde Schärer für das Ausscheiden nicht verantwortlich gemacht, dennoch dürfte seine erneute Ansetzung bei einigen Anhängern für Skepsis und unangenehme Erinnerungen sorgen.
Bayern will keine Debatte zulassen - Fokus auf eigene Leistung
In München dürfte man sich von solchen Nebengeräuschen jedoch kaum beeinflussen lassen. Der FC Bayern reist mit reichlich Selbstvertrauen nach Paris und hat seine enorme Offensivkraft in dieser Saison bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Allein in der Bundesliga stehen bislang starke 113 Treffer zu Buche.
Vor allem Harry Kane, Michael Olise und Jamal Musiala sollen nun auch im Prinzenpark für Gefahr sorgen. Für die Münchner wird es entscheidend sein, sich im Hinspiel eine gute Ausgangslage für das Rückspiel zu erarbeiten.
Im besten Fall so, dass nach dem Schlusspfiff gar nicht erst über den Schiedsrichter gesprochen wird. Sandro Schärer steht vor Anpfiff zwar im Fokus, aus Sicht des Rekordmeisters soll nach dem Spiel jedoch vor allem ein starkes Ergebnis in Paris im Mittelpunkt stehen.
Weitere FCB-News lesen:
