Für die heiße Endphase des Transfersommers hofft der FC Bayern vor allem noch auf mehrere Abgänge. Das Kuriose: Obwohl sich der deutsche Rekordmeister gefühlt eigenständig nach möglichen Interessenten für Spieler wie Joao Palhinha, Bryan Zaragoza und Sacha Boey umschauen muss, wird zugleich noch auf eine überraschend hohe Ablösesumme für das Trio gesetzt.
Im 'Bayern Insider'-Podcast der Bild wurden die erhofften Einnahmen für die drei Verkaufskandidaten aufgeschlüsselt. Bei Palhinha soll sich der FCB um die 30 Millionen Euro erhoffen, bei Boey in etwa die Hälfte und nochmal um die 8,5 Millionen Euro bei Zaragoza. Zusammengerechnet ergibt das also etwas über 50 Millionen Euro für die drei Spieler, mit denen die Münchener dem Vernehmen nach überhaupt nicht mehr planen und sie stattdessen sogar aktiv ins Schaufenster stellen.
Deshalb auch die Einschätzung von Reporter Heiko Niedderer im besagten Podcast: "Bayern wird da Abstriche machen müssen. Man kann natürlich etwas pokern. Aber die Gefahr besteht, dass man dann vielleicht auf den Spielern sitzen bleibt. Das will man auf gar keinen Fall, weil es da auch um hohe Gehälter geht."
Schlussendlich wird der FCB entsprechende Eingeständnisse bei den erhofften Ablösesummen machen müssen, um die Personalien abhaken und vor allem auch die laufenden Gehälter einsparen zu können. Immerhin unterliegen diese Einsparungen auch den grundsätzlichen Vorgaben des Aufsichtsrates, der die Gehaltsstruktur und das Ausgabevolumen etwas einfangen möchte.
Im bisherigen Transfersommer haben die Münchner knapp 37 Millionen Euro durch Verkäufe eingenommen – allein Noel Aseko und Daniel Peretz brachten zusammen gut die Hälfte davon ein. Leon Goretzka und Raphael Guerreiro gingen zwar ohne Ablöse, machten aber massig Gehaltsvolumen frei.
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