Überharte Spielweise? HSV-Star schießt scharf gegen Mainz
Von Fabian Küpper

1:1 trennten sich der Hamburger SV und Mainz 05 am Freitagabend – ein Ergebnis, das keinem der beiden so wirklich weiterhilft. HSV-Coach Merlin Polzin blieb nach dem Abpfiff dennoch positiv: "Das war, mit der einen oder anderen Ausnahme, eine sehr stabile Leistung und ein Punkt, den wir gerne mitnehmen."
Torhüter Daniel Heuer Fernandes schlug in dieselbe Kerbe: "Die Art und Weise war gut. Wir haben das Spiel bei schweren Verhältnissen angenommen. Wir kommen nach Rückstand zurück, sind stabil. Das haben die letzten Wochen gezeigt."
Dennoch sorgte das Spiel für einige Diskussionen, wobei Schiedsrichter Robin Braun mit seiner fragwürdigen Linie im Fokus stand.
Muheim kritisiert Mainzer Spielweise
"Ich habe schon lange nicht mehr gegen so eine Treter-Truppe gespielt."
- Miro Muheim (Sky Sport)
Konkret sorgten vor allem zwei nicht gegebene gelbe Karten gegen die Mainzer für Erzürnen bei den Rothosen. Während es beim Foul von Silas an Nicolas Capaldo aber zumindest noch einen Spielraum gab, den gelben Karton stecken zu lassen, war das beim Foul von Dominik Kohr an Miro Muheim nicht der Fall.
Doch Kohr kam um eine zweite gelbe Karte herum – und sorgte damit für ordentlich Ärger beim Außenverteidiger. Der 27-Jährige kritisierte nach dem Abpfiff die komplette Mannschaft der Nullfünfer: "Es wäre für mich eine ganz klare Gelb-Rote Karte gewesen. Ich habe schon lange nicht mehr gegen so eine Treter-Truppe gespielt. Dass die Schiris da nicht eingreifen – Wahnsinn! Die Aufgabe des Schiedsrichters ist es, Ruhe und Kontrolle reinzubringen. Hat er nicht geschafft."
Unterstützung bekam Muheim von TV-Experte udn Ex-Profi Patrick Helmes. "Bei Kohr musst du ehrlich sein, den musst du runterschicken", erklärte der 41-Jährige in aller Deutlichkeit.
Neue Nahrung für Kritiker
Mainz-Stürmer Philipp Tietz wollte die Kritik so allerdings nicht stehen lassen, und schoss scharf zurück: "Das haben beide Teams gemacht, da sollte man nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Es war ein intensives Spiel, das gehört dazu. Ich fand das nicht so dramatisch."
Das ist eine Ansicht, die der 28-Jährige wohl exklusiv hat. Kohr ist schließlich aufgrund von seiner überharten Spielweise berüchtigt und stand dafür auch schon mehrmals stark in der Kritik. Und auch die Diskussionen rund um die Schiedsrichter-Leistungen werden nach diesem Spiel neue Nahrung bekommen.
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