Völlig unabhängig davon, welche Nationalmannschaften gerade gegeneinander spielen: Wer bei dieser Weltmeisterschaft schon darauf geachtet hat, wird eine sehr hohe Dichte an pinken Fußballschuhen wahrgenommen haben. Tatsächlich sind es so viele, dass es auch ohne besonderen Fokus darauf ins Auge fällt.
Haben sich die Spieler untereinander abgesprochen? Ist pink schlichtweg die Trendfarbe des Sommers? Weder noch. Die Antwort erscheint eigentlich ebenso simpel wie angesichts dieser Kuriosität doch recht langweilig: Mit Adidas, Puma und Nike haben die größten Ausrüster der Spieler zurzeit pinke Modelle auf den Markt gebracht. Sie sehen zwar nicht exakt gleich aus und unterscheiden sich auch im Farbverlauf, stechen aber durch den selben Farbton heraus.
Gegenüber The Athletic hat mit Odinga Nimako ein Vertreter von Nike zuletzt den Hintergrund erklärt: "Pink hebt sich wirklich gut vom grünen Gras auf dem Spielfeld ab, egal ob man auf der Tribüne sitzt oder am Fernseher zuschaut." Zugleich habe die Farbe inzwischen eine "gewisse Akzeptanz" erreicht, sodass die Ausrüster so "ein breites Publikum" ansprechen können.
Es geht also vorrangig um die Sichtbarkeit. Immerhin ist ein solcher Ausrüstervertrag mit einem Fußballspieler keine nette Geste, sondern de facto ein Werbe- und Marketingtool. Wenn mein Lieblingsspieler mit Schuh XYZ aufläuft, möchte ich diesen vielleicht auch haben.
Messi als natürliche Ausnahme – auch Olise schwimmt gegen den Strom
Doch wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein gewisser Lionel Messi etwa lief beim 3:0-Sieg über Algerien, bei dem er alle drei Treffer selbst erzielte, mit blau-weißen Schuhen auf. La Pulga bekommt wegen seines Status natürlich auch gewisse Sonderwünsche ausgestellt.
Mit Michael Olise gibt es aber noch einen anderen prominenten Sonderfall. Der Flügelspieler des FC Bayern absolvierte sein WM-Debüt in weißen Schuhen – im Gegensatz zum Großteil seiner Teamkollegen. Damit hat der Franzose aber nicht etwa gegen die Vorgaben rebelliert, denn diese Vorgaben gelten für ihn gar nicht erst. Olise hat ganz bewusst keinen Ausrüstervertrag, sodass er von derartigen Vorgaben ohnehin befreit ist.
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