Unter dem Radar: Über diese BVB-Personalie wird zu wenig gesprochen

Trotz einer starken Saison wird beim BVB kaum über Ramy Bensebaini gesprochen. Dabei sollte der Algerier auch aufgrund seiner Vertragssituation längst ein heißes Thema sein.
Waldemar Anton und Ramy Bensebaini sind zwei verlässliche Stützen in der BVB-Abwehr
Waldemar Anton und Ramy Bensebaini sind zwei verlässliche Stützen in der BVB-Abwehr / Pau Barrena/GettyImages
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Ob Nico Schlotterbeck, Emre Can oder Niklas Süle – fast alle Verteidiger des BVB waren in dieser Saison schon im Lazarett zu finden. Ramy Bensebaini hingegen fehlte zuletzt aufgrund seiner Teilnahme am Afrika Cup und war anschließend erkrankt, verletzt war er jedoch nur selten. Der gelernte Linksverteidiger ist längst eine wichtige Konstante in der Dreierkette, auf die Niko Kovac setzt.

Dennoch wird in der Öffentlichkeit nur wenig über Bensebaini gesprochen. Das liegt zum einen daran, dass die Aufmerksamkeit derzeit voll auf Nico Schlotterbeck gerichtet ist. Obwohl der Leistungsträger aktuell verletzt ist, beherrscht seine ungewisse Zukunft die Schlagzeilen. Zudem ist Bensebaini mit seinen starken Leistungen in der Dortmunder Defensive nicht allein. Auch Führungsspieler Waldemar Anton, Vorlagenkönig Julian Ryerson und sogar der erst 18-jährige Luca Reggiani werden aktuell mit Lob überhäuft.

Weniger Karten, dafür mehr Tore

Das hätte Bensebaini aber auch verdient. Der 30-Jährige macht seine Sache – meist als linker Part der Dreierkette – mindestens solide, häufig sogar auffällig gut. War er vor allem während seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach noch als Kartensammler bekannt, hat sich Bensebaini inzwischen deutlich besser im Griff. In 23 Pflichtspieleinsätzen sammelte er erst fünf Gelbe Karten, vom Platz flog er in dieser Saison noch nicht. Mit vier Treffern und einer Vorlage stellte er dafür auch als Innenverteidiger seine Torgefährlichkeit unter Beweis.

Auch um seine Personalie muss sich zeitnah intern gekümmert werden. Denn wie bei Schlotterbeck läuft sein Vertrag im Sommer 2027 aus. Ein ablösefreier Wechsel des dann 32-Jährigen wäre selbstverständlich leichter zu verkraften als der des deutlich jüngeren Schlotterbeck. Klar ist aber auch, dass Bensebaini derzeit still und heimlich für eine Vertragsverlängerung wirbt.

Wunschziel Frankreich? Auch die Türkei lockt Bensebaini

Macht er bis Saisonende so weiter, führt kein Weg daran vorbei, dass ihm der BVB noch mindestens ein weiteres Jahr anbietet. Dass Bensebaini in diesem Sommer verkauft wird, ist allerdings auch nicht ausgeschlossen. Es wäre die letzte große Gelegenheit in seiner Karriere, noch einmal den nächsten Schritt zu machen.

Nachdem bereits im vergangenen Sommer ein Wechsel zu Olympique Marseille Thema war, scheint die Ligue 1 weiterhin das Wunschziel des französischsprachigen Spielers zu sein. Aktuell häufen sich jedoch auch die Gerüchte über einen möglichen Transfer zu Galatasaray Istanbul.

Klar ist: Ein Abgang von Bensebaini in Topform wäre für den BVB nur schwer zu verkraften. Neben Schlotterbeck müssten die Verantwortlichen um Sportdirektor Sebastian Kehl im Sommer dann womöglich zwei wichtige Stützen in der Abwehr ersetzen.


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