Jürgen Klopp hat bei seiner ersten Kadernominierung als Bundestrainer neben Deniz Undav auch zwei ebenso erfahrene wie viel diskutierte Stars außen vor gelassen. Trotz eines XXL-Aufgebots mit insgesamt 44 Spielern fehlen die beiden WM-Fahrer Leroy Sané und Leon Goretzka. Die Erfahrung aus insgesamt 153 Länderspielen lässt Klopp mit dem Duo zu Hause. Die Gründe dafür sind allerdings unterschiedlich.
Bei Sané machte Klopp deutlich, dass dessen bisheriger Saisonverlauf bei Galatasaray Istanbul eine zentrale Rolle bei der Entscheidung gespielt hat. Beim türkischen Meister kam der 30 Jahre alte Flügelspieler zwar in allen sechs Pflichtspielen zum Einsatz, aber nur dreimal von Beginn an. Scorerpunkte sammelte Sané noch keine.
"Leroy hat in dieser Saison noch nicht so richtig Fuß gefasst", erklärte Klopp auf der Pressekonferenz zur Kadernominierung. Ein endgültiger Abschied aus der Nationalmannschaft ist damit aber keineswegs verbunden. Der Bundestrainer kündigte vielmehr ein persönliches Gespräch an: "Ich werde mit ihm sicher noch sprechen, habe ich bisher aber nicht getan."
Goretzka machen weiter Knieprobleme zu schaffen
Anders stellt sich die Situation bei Goretzka dar. Der Mittelfeldspieler, der im Sommer nach mehreren Wochen ohne Vertrag bei Aston Villa in der Premier League unterschrieben hat, fehlt wegen andauernder Knieprobleme. Entsprechend knapp fiel auch die Erklärung des Bundestrainers aus: Goretzka sei nicht dabei, "da er verletzt ist".
Während Sané damit zunächst wieder Argumente auf Vereinsebene sammeln muss, bleibt Goretzkas Perspektive im DFB-Team zunächst von seiner Genesung abhängig. Insgesamt setzt Klopp aber offenbar nur auf einen Kern von erfahrenen Spielern, die von einer Reihe von jungen Potenzialspielern umgeben werden. Der Weg ins Team dürfte für Sané und Goretzka daher ein äußerst steiniger werden.
"Ich habe über 50, 60 Telefonate geführt. Da muss ja auch Substanz drinnen sein und nicht nur: 'Hi, hier bin ich!'", erklärte Klopp, warum es bislang keine Kontaktaufnahme zu dem Duo gab.
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