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Trotz Roter Karte in Bergamo: Darf Schlotterbeck gegen Bayern spielen?

Nico Schlotterbeck hatte im letzten Pflichtspiel des BVB die Rote Karte gesehen. Hat das Auswirkungen auf den Klassiker?
Schlotterbeck sieht Rot
Schlotterbeck sieht Rot | Alexandre Simoes/GettyImages

Borussia Dortmund muss nur drei Tage nach dem Champions-League-Aus bei Atalanta Bergamo im Klassiker gegen den FC Bayern antreten. In Italien hatte Nico Schlotterbeck als Ersatzspieler in der hektischen Nachspielzeit überraschend die Rote Karte gesehen. Da stellt sich die Frage: Kann der Abwehrchef des BVB überhaupt gegen die Münchner antreten?

Antwort: Ja, kann er! Denn Karten in der Champions League - egal ob Gelb oder Rot - haben keine Auswirkungen auf die Bundesliga. Andersrum gilt das genauso. Somit besteht die Sperre von Schlotterbeck nur für die Königsklasse. Das dortige Strafmaß für den 26-Jährigen ist noch nicht bekannt.

Auf der Pressekonferenz am Freitag verriet BVB-Trainer Niko Kovac, dass Schlotterbeck gegen den FC Bayern auch in der Startelf stehen wird. In Bergamo hatte der Nationalspieler noch über die volle Distanz auf der Bank gesessen, da er nach seiner Wadenverletzung nicht komplett spielfit war. Gegen den Rekordmeister ist das anders. "Schlotti ist bereit, von Beginn an zu spielen. Ganz anders als in Bergamo", betonte Kovac.

Schlotterbeck-Rot bleibt ein Rätsel

Warum Schlotterbeck gegen Atalanta die Rote Karte gesehen hat, ist übrigens noch immer ungeklärt. "Nachdem gefühlt zehn Spieler von Atalanta gleichzeitig aufgesprungen sind und sich lautstark beschwert haben, bin ich ebenfalls aufgestanden und habe gesagt, sie sollen sich wieder hinsetzen. Das war alles. Ohne Beleidigungen, ohne Respektlosigkeiten oder sonst irgendetwas. Warum ich dafür die Rote Karte gesehen habe, konnte mir der Schiedsrichter selbst nach dem Spiel nicht erklären", hatte der BVB-Star via Instagram verraten.

Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte zumindest eine Vermutung. "FIFA und UEFA haben da relativ klare und strikte Anweisungen. Wer als Teamoffizieller oder Auswechselspieler seine Coaching-Zone, seinen Bereich verlässt, ist zumindest schon mal zwingend zu verwarnen. Und wenn er dann die Review-Area in konfrontativer, aggressiver Art und Weise auch noch betritt, oder die gegnerische Coaching-Zone oder das Spielfeld, der ist sehr schnell des Feldes zu verweisen", erklärte er bei der Bild.

Wobei Schlotterbeck in der Szene weder mit einem konfrontativen, noch aggressiven Verhalten aufgefallen war...


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