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Trotz Kapitänsbinde: Eintracht-Star muss um Stammplatz kämpfen

Ansgar Knauff bekommt unter Adi Hütter eine neue Rolle und muss sich im veränderten System der Eintracht neu beweisen.
Ansgar Knauff muss um genügend Spielzeit kämpfen
Ansgar Knauff muss um genügend Spielzeit kämpfen | Alex Grimm/GettyImages

Beim deutlichen Pokalsieg von Eintracht Frankfurt gegen den Oberligisten St. Tönis gab es kaum Gründe für Kritik. Einer der wenigen Spieler, die den Abend mit gemischten Gefühlen verließen, war Ansgar Knauff. Der 24-Jährige musste zunächst auf der Bank Platz nehmen und wurde erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt – und das auch nur, weil Rechtsverteidiger Elias Baum gelb-rot gefährdet war.

Für Knauff selbst war das deutlich weniger Spielzeit, als er sich erhofft hatte. "Ich hätte natürlich gerne von Anfang an gespielt", gab der Allrounder nach der Partie gegenüber der Bild zu. Gleichzeitig zeigte er Verständnis für die Entscheidung des Trainers: "Aber das ist am Ende eine Trainer-Entscheidung. Es hat mich gefreut, dass ich dann eine Halbzeit bekommen habe."

Knauff sucht seinen Platz im Hütter-System

Die aktuelle Situation ist für Knauff nicht einfach. Seine Stärken liegen klar in der Offensive, doch im neuen 4-2-2-2-System von Adi Hütter gibt es keinen klassischen Rechtsaußen. Zudem hat sich auf der rechten Abwehrseite zuletzt Elias Baum in den Vordergrund gespielt, wodurch Knauff weiterhin nach seiner idealen Rolle sucht.

Zwar musste der 24-Jährige bereits mehrfach als Rechtsverteidiger aushelfen, doch diese Position entspricht nicht unbedingt seinen größten Qualitäten. Vor allem sein Tempo, seine Dribbelstärke und seine Offensivaktionen kommen weiter vorne besser zur Geltung.

Trotzdem stellt sich Knauff voll in den Dienst der Mannschaft und akzeptiert die Entscheidungen des Trainers: "Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt. Heute hat er mich als Rechtsverteidiger aufgestellt. Dann spiele ich da. Ich bin bereit für alles. Den Rest wird man sehen."

Aktuell dürfte jedoch Baum nach seiner starken Vorbereitung und seinem Treffer im DFB-Pokal auch beim Bundesliga-Auftakt gegen Union Berlin (Samstag, 15:30 Uhr, Sky) die besseren Karten haben. Für Knauff bleibt damit die spannende Aufgabe, sich unter Hütter seinen Platz im neuen System zu erkämpfen.

Kapitänsbinde als besonderer Moment

Trotz der persönlichen Enttäuschung gab es für Knauff am Ende noch einen besonderen Moment. Nach seiner Einwechslung durfte der 24-Jährige die Kapitänsbinde übernehmen – eine Geste, die für den Frankfurter eine große Bedeutung hat.

"Das bedeutet mir sehr viel. Ich bin mittlerweile schon lange im Verein. Der Klub bedeutet mir eine Menge. Es ist etwas sehr Besonderes, für diesen Verein zu spielen." Knauff spielt seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund im Januar 2022 für die Eintracht und hat sich längst zu einem echten Bestandteil des Klubs entwickelt. In bislang 175 Pflichtspielen für Frankfurt erzielte der Offensivspieler 25 Tore und bereitete weitere 20 Treffer vor.

Die Kapitänsbinde unterstrich dabei einmal mehr seinen Stellenwert innerhalb der Mannschaft. Trotz des Konkurrenzkampfs und der noch offenen Rolle im System von Hütter möchte Knauff weiterhin Verantwortung übernehmen. Klar ist aber auch: Der 24-Jährige wird in den kommenden Wochen weiter um seinen Platz in der neuen Eintracht-Elf kämpfen müssen.


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