Trotz 1:5-Pleite: Hoffenheim verhöhnt Bayern-Jungstar Karl für Übersteiger-Fail

Am Ende war die TSG gegen die Bayern in Unterzahl chancenlos und ging mit 1:5 unter. Die Schadenfreude ist den Kraichgauern aber offenbar geblieben.
Lennart Karl verdribbelte sich böse
Lennart Karl verdribbelte sich böse / Christina Pahnke - sampics/GettyImages
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Der FC Bayern ist in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Im Topspiel gegen die TSG Hoffenheim hieß es am Sonntagabend am Ende 5:1. Ein deutlicher Heimsieg über den Tabellendritten, der zuvor seit dem 7. Spieltag sogar mehr Punkte gesammelt hatte als der Spitzenreiter.

Geholfen hatte den Bayern aber sich auch der frühe Elfmeter samt Roter Karte für TSG-Verteidiger Kevin Akpoguma, die für einigen Diskussionsstoff sorgte. Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe, auf X bekannt dafür, solche Szenen zu bewerten, hatte eine klare Meinung: "Krass falsch der Elfer für den FCB… So kann es nicht mehr weitergehen!"

Schiedsrichter Tobias Stieler sah das anders: "Für mich steht als Totschlag-Argument: Warum soll sich dieser Spieler fallen lassen? Dafür gibt es keine Erklärung", rechtfertigte er sich nach dem Spiel. "Im Übrigen konnte mir bisher auch noch keiner erklären, warum sich ein Spieler, der frei vor dem Tor ist, den Ball nicht selbst ins Tor schießen oder querlegen sollte zu einem freien Mitspieler, sondern stattdessen fallen lässt. Überdies ist der gefoulte Spieler nicht mal der Elfmeterschütze. Stürmer wollen Tore schießen", so Stieler weiter.

Karl-Fail sorgt für Spott im Netz - auch von der TSG

Seltsam wurde es im Spiel aber auch, als alles schon entschieden war. Nach dem 4:1 kam in der 63. Minuten beim FC Bayern unter anderem Lennart Karl ins Spiel. Das FCB-Juwel ersetze Michael Olise auf der Rechtsaußen-Position. Eine Torbeteiligung gelang dem 17-Jährigen in den letzten Minuten des Spiels nicht mehr. Viel eher bleibt einer seiner 22 Ballkontakte speziell in Erinnerung.

An der TSG-Grundlinie nahe der Eckfahne wollte Karl in die Trickkiste greifen. Hoffenheims Verteidiger Alexander Prass beobachtete recht entspannt, wie Karl über den ruhenden Ball zu Übersteigern ansetze. Der Youngster verlor dabei aber etwas die Orientierung und kickte die Kugel ohne Gegnerdruck selbst ins Toraus.

Gegenspieler Prass reagierte offensichtlich sarkastisch mit einer Daumen-hoch-Geste.

Im Netz war Karl das Gespött damit sicher. Am Tag nach dem Spiel stieg auch die TSG mit ein. Der offizielle englische X-Account der Hoffenheimer postete ein Video, dass der deutsche Account wenig später teilte. Zu sehen ist Karls verunglückte Aktion - unterlegt mit entsprechender Musik.

Die Fans verspotteten den Youngster mit Spielervergleichen. "Lennart Karl, seit seinen Real-Madrid-Kommentaren", hieß es häufig. Hintergrund: Bei einem Fanclub-Besuch hatte Karl offen gesagt, dass er davon träumt, eines Tages für die Königlichen zu spielen. Vielen FCB-Anhängern war das ein großes Dorn im Auge.


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