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Transfersperre und mehr: Heftige Strafe für Chelsea

Dem FC Chelsea kommt sein Kaufrausch der letzten Jahre teuer zu stehen – allerdings nicht der unter Todd Boehly.
Chelsea ist hart bestraft worden
Chelsea ist hart bestraft worden | Visionhaus/GettyImages

In den vergangenen Jahren erweckte der FC Chelsea oft den Eindruck, mehr ein Unternehmen zu sein, als ein Fußballklub. Spieler waren mehr Investments als wirkliche Profis und der RC Straßbourg wurde zum offensichtlichsten Farm-Team im europäischen Fußball.

Lange gab es Forderungen, dass die Blues für dieses Verfahren bestraft werden, auch weil die FA und die Premier League in der Vergangenheit die finanziellen Daumenschrauben für die Vereine deutlich anzogen. Und nun ist es tatsächlich passiert: Chelsea wird für seine Transfer-Aktivitäten bestraft – allerdings nicht für die unter Todd Boehly.

Keine Transfers im kommenden Sommer?

The Athletic berichtet, dass die Blues aufgrund finanzieller Verstöße aus der Zeit von Roman Abramowitsch bestraft werden. Die Strafe beinhaltet unter anderem eine Zahlung von zehn Millionen Dollar sowie eine einjährige Sperre für die Verpflichtung von Spielern für die erste Mannschaft. Diese ist allerdings nur auf Bewährung für zwei Jahre ausgesetzt, was heißt, dass Chelsea weiterhin Spieler verpflichten darf, wenn sie die Regeln nicht noch einmal verletzen.

Die Vorwürfe beziehen sich dabei auf unvollständige Finanzberichte und versäumte Zahlungen vor zehn Jahren und hätten keinen Einfluss auf die Einhaltung der Regeln zur Rentabilität und Nachhaltigkeit (PSR) der Premier League durch den Verein gehabt. Chelsea hat die Informationen selbst an die Liga, die UEFA und die FA gemeldet, was die Strafe abgemildert haben dürfte.

Glück im Unglück

Zusätzlich darf Chelsea in den kommenden neun Monaten keine Nachwuchsspieler registrieren. Dieses Verbot tritt sofort in Kraft und gilt nur für Nachwuchsspieler, die zuvor bei der Akademie eines anderen Vereins der Premier League oder der English Football League registriert waren. Verpflichtungen von Jugendspielern aus dem Ausland sind also weiterhin möglich.

Einen Punktabzug, wie ihn der FC Everton in der Saison 2023/24 gleich mehrfach erfuhr, müssen die Blues dabei nicht befürchten. Die Toffees verloren aufgrund ihrer Verstöße gegen die Profitabilitäts- und Nachhaltigkeitsregeln der Liga insgesamt acht Punkte.

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