Der Fokus von Borussia Mönchengladbach lag im vergangenen Sommer darauf, (teure) Missverständnisse loszuwerden und die Kosten entsprechend herunterzufahren. Das gelang Sportchef Rouven Schröder soweit auch.
Selbst bei Tomas Cvancara, dem wohl größten Härtefall am Niederrhein, fand Gladbach noch eine Lösung: Der Stürmer wechselte quasi auf den letzten Drücker nach Tschechien, wo er für eine Saison an Hradec Kralove ausgeliehen wurde.
Cvancara-Leihe startet vielversprechend
Nach seinem Wechsel brauchte Cvancara nicht lange, um sich zurechtzufinden. Nur drei Tage nach seiner Ankunft stand er gegen Sparta Prag bereits in der Startelf und bereitete beim 2:1-Sieg einen Treffer vor. Beim 0:0 gegen Viktoria Pilsen durfte er erneut von Beginn an ran, ebenso beim 2:1-Sieg gegen Zlin. Dort gelang Cvancara sein erstes Tor für Kralove.
Fair to say, dass Cvancara in seiner tschechischen Heimat einen Start nach Maß erwischt hat. Sein Trainer David Horejs schwärmt bereits: "Wir sind sehr zufrieden, und ich glaube, Tomas ist es auch."
"Da kam ein Junge, der unbedingt spielen will, der bei jedem Training alles gibt und in jedem Spiel, das er bestritten hat, zu den besten Spielern gehörte", führte Horejs aus. "Er hat ein Tor geschossen und ein weiteres vorbereitet."
Cvancara sollte aber nicht nur auf die Torgefahr beschränkt werden: "Er hat unglaublich viele Bälle erobert, womit wir in den letzten Spielen große Probleme hatten", so der Kralove-Coach. "Man sieht, dass er ein Fußballer ist, ein erfahrener Spieler. Ich bin froh, dass er hier ist. Ich glaube, dass es so weitergehen wird."
Das sind sehr vielversprechende Töne aus Tschechien. Töne, die Hoffnung machen, dass Cvancara sein Selbstvertrauen wiederfindet und seinen Wert in den kommenden Monaten steigern kann. Beim Portal Transfermarkt wurde sein Marktwert zuletzt auf magere zwei Millionen Euro gestutzt, was für Gladbach ein riesiges Transferminus bedeuten würde.
Doch wer weiß: Sollte Cvancara in Tschechien weiter abliefern, muss er im Sommer 2027 ja nicht unbedingt verkauft werden. Je nachdem, wer dann auf Gladbachs Trainerbank sitzt, könnte er unter Umständen nochmal einen Anlauf wagen. Eine Kaufoption hat Kralove bei der Leihe jedenfalls nicht – die Borussia hat somit volle Kontrolle über den Angreifer.
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