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Transfer-Wende bei Bayer? Top-Talent könnte überraschend bleiben

Kerim Alajbegovic drängt zwar auf einen Wechsel nach Italien, doch Bayer Leverkusen könnte den Poker bewusst in die Länge ziehen.
Bayers neuer Coach Carles Martinez hat im Alajbegovic-Poker ein entscheidendes Wörtchen mitzureden
Bayers neuer Coach Carles Martinez hat im Alajbegovic-Poker ein entscheidendes Wörtchen mitzureden | picture alliance/GettyImages

Eigentlich schien vieles auf einen Abschied von Kerim Alajbegovic hinzudeuten. Nach seinen starken Auftritten für Bosnien bei der Weltmeisterschaft soll der 18-Jährige Bayer 04 Leverkusen bereits seinen Wechselwunsch mitgeteilt haben.

Vor allem Atalanta Bergamo wirbt intensiv um das Offensivtalent, auch die SSC Neapel und die AC Milan werden als Interessenten gehandelt. Doch anders als vorherige Berichte aus Italien verlauteten, ist laut kicker ein schneller Wechsel aktuell alles andere als sicher.

Bayer hat keinen Zeitdruck

Dem kicker zufolge verfolgen die Verantwortlichen in Leverkusen intern einen klaren Plan. Bevor überhaupt eine endgültige Entscheidung fällt, soll sich Neu-Trainer Carles Martinez zunächst selbst ein Bild von Alajbegovic machen. Der bosnische Nationalspieler befindet sich aktuell noch im WM-Urlaub und wird erst in den kommenden Wochen ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Entsprechend sieht Bayer keinen Grund, den Transfer kurzfristig über die Bühne zu bringen. Im Gegenteil: Die Werkself soll weiterhin eine feste Ablöse von rund 30 Millionen Euro sowie zusätzliche Bonuszahlungen und eine Weiterverkaufsbeteiligung fordern.

Obwohl mit Atalanta, Napoli und Milan gleich mehrere italienische Klubs um Alajbegovic werben, scheint bislang keiner bereit zu sein, die von Bayer geforderte Ablöse zu zahlen. Entsprechend besteht für die Leverkusener keinerlei Druck, von ihren Forderungen abzurücken.

Wechselwunsch bleibt bestehen

Der Spieler selbst soll Italien weiterhin als bevorzugtes Ziel sehen. Dort verspricht sich Alajbegovic bessere Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten als in Leverkusen, wo nach der Verpflichtung von Afonso Moreira ein großes Überangebot auf seiner bevorzugten linken Offensivseite herrscht.

Trotzdem könnte der Transferpoker noch eine überraschende Wendung nehmen. Da Bayer den 18-Jährigen zunächst unter Carles Martinez sehen möchte und gleichzeitig keine finanziellen Zugeständnisse plant, ist ein Verbleib inzwischen keineswegs ausgeschlossen. Zumal viele Fans in Alajbegovic den nächsten Florian Wirtz sehen und einen vorschnellen Verkauf kritisch bewerten würden.

Sollte kein Verein die hohen Forderungen erfüllen, könnte das Top-Talent in der kommenden Saison nun doch das Bayer-Trikot tragen.


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