Gerade erst hatte der 1. FC Nürnberg am Freitagnachmittag die Verpflichtung von Innenverteidiger Alexios Kalogeropoulos verkündet. FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou sprach davon, mit dem Kapitän der griechischen U21-Nationalmannschaft "für mögliche Szenarien gut vorbereitet" zu sein.
Schon bei diesen Worten klingelte es bei den Club-Fans. Schließlich wird Kapitän Fabio Gruber bereits seit Wochen mit einem Wechsel in die Bundesliga in Verbindung gebracht. Kurz darauf folgte die Gewissheit: Mainz 05 und der FCN verkündeten den Transfer des Nürnberger Abwehrchefs, der künftig für den FSV auflaufen wird.
Ablöse bei über drei Millionen Euro?
Der in Augsburg geborene Gruber, der mittlerweile fünffacher A-Nationalspieler Perus ist, hat bei den Nullfünfern unterschrieben. Über die Vertragslänge machten die Mainzer keine Angaben. Auch die Höhe der Ablösesumme ist noch unklar. Der 25-Jährige war erst Anfang Februar 2025 für 700.000 Euro von Drittligist Verl zum FCN gekommen und hatte sich direkt in der Club-Abwehr etabliert. Mittlerweile wird Grubers Marktwert auf drei Millionen Euro geschätzt.
Laut Bild war Grubers Vertrag in Nürnberg noch mindestens bis 2028 gültig und enthielt keine Ausstiegsklausel. Die ein oder andere Million dürfte nun also als Ablöse von Rheinhessen nach Franken geflossen sein. Der Bild zufolge sollen es mehr als drei Millionen Euro plus Boni sein. Gruber haben zudem für vier Jahre bis 2030 in Mainz unterschrieben.
Die Stimmen zum Transfer
Mainz-Sportdirektor Niko Bungert sagt: "Mit Fabio Gruber bekommen wir einen jungen, extrem zweikampf- aber auch spielstarken Innenverteidiger und Top-Charakter, der bei seinen bisherigen Stationen bereits einiges an Führungsqualität unter Beweis stellen konnte. Mit seinen fußballerischen Voraussetzungen und der Erfahrung, die er trotz der jungen Jahre schon sammeln konnte, wird er eine Verstärkung für unsere Defensive sein. Wir freuen uns sehr, dass Fabio seine Zukunft bei uns am Bruchweg sieht.“
Fabio Gruber: "Ich hatte von Anfang an sehr gute Gespräche mit Urs Fischer und den Mainzer Verantwortlichen. Natürlich freue ich mich sehr auf die Bundesliga, die neue Aufgabe hier in Mainz, darauf die Stadt, den Verein und die Fans kennenzulernen und nach der Sommerpause gemeinsam mit den neuen Kollegen richtig loszulegen."
Zum Abschied aus Nürnberg: "Die Entscheidung, den FCN zu verlassen, ist mir wirklich nicht leichtgefallen. Ich durfte hier in den vergangenen eineinhalb Jahren als Mensch und Spieler reifen, hatte die Ehre, diesen traditionsreichen Verein als Kapitän anzuführen, und habe mich in der Stadt sehr wohlgefühlt. Mir bietet sich jetzt aber die Chance, Bundesliga zu spielen, die ich als Sportler ergreifen will. Ich will mich bei euch, Club-Fans, für euren stetigen Support bedanken und werde den FCN auch in Zukunft im Herzen tragen."
FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou: "Auch wenn uns der Abgang von Fabio menschlich und sportlich natürlich schmerzt, können wir auch ein wenig stolz darauf sein, dass ein weiterer unserer Spieler den Schritt in die Bundesliga geschafft hat. Wir wünschen Fabio alles Gute für die Zukunft und bedanken uns für die vergangenen eineinhalb Jahre, in denen er alles für den 1. FC Nürnberg gegeben hat."
