Vor dem "Tach der Fans" am Samstag, wenn Werder Bremen im Weserstadion die Saisoneröffnungs-Party mit einem Testspiel gegen Ligue-1-Klub AJ Auxerre feiert, scheinen die Grünweißen für einen Transfer-Paukenschlag zu sorgen.
- Dazu interessant: Wo wird Werder Bremen gegen AJ Auxerre übertragen?
Nach Informationen der DeichStube steht der SVW unmittelbar vor dem Transfer von Ludovit Reis. Demnach befindet sich der Niederländer bereits zu "finalen Gesprächen" am Osterdeich und soll dort noch am heutigen Freitag den obligatorischen Medizincheck absolvieren. Auch die Bild berichtet mittlerweile vom bevorstehenden Deal.
Der 26-Jährige wäre eine prominente Lösung bei der drängenden Suche nach einem weiteren zentralen Mittelfeldspieler.
Reis wurde in Brügge aussortiert
In Deutschland und vor allem beim Erzrivalen HSV ist Reis noch bestens bekannt. von 2021 bis 2025 spielte Reis für die Rothosen und war bis zu seinem Abschied als Vize-Kapitän und Führungsspieler eines der prominentesten Gesichter im Volkspark. Dennoch entschied er sich nach der umjubelten Bundesliga-Rückkehr für den Schritt nach Belgien, wo bei Club Brügge Einsätze in der Champions League gewunken haben.
Allerdings erlebte Reis in Brügge eine Saison zum Vergessen. Eine Schulterverletzung setzte ihn lange außer Gefecht. War Reis fit, spielte er sportlich ebenso kaum eine Rolle. In der Königsklasse durfte er beispielsweise nur in der Quali ran, in der Liga standen lediglich drei Startelf-Einsätze. Vor der neuen Saison wurde Reis dann endgültig aussortiert und sollte sich auf Klubsuche begeben.
In Bremen scheint er nun seine neue sportliche Heimat gefunden zu haben. Eine hohe Ablöse dürfte trotz Vertrag bis 2029 in Brügge nicht mehr fließen. Die Belgier hatten vor einem Jahr noch sechs Millionen Euro an den HSV überwiesen. Laut DeichStube wird es sich tatsächlich auch um eine feste Verpflichtung und nicht um eine Leihe handeln. Das Paket sei für Werder "wirtschaftlich sehr attraktiv".
Riskanter Transfer bietet große Chance
Zwar fehlt Reis die Spielpraxis, weil sein letzter Einsatz aus dem Januar datiert. Dennoch bietet der Transfer für Werder große Chancen. Der Niederländer ist im Mittelfeldzentrum flexibel auf der Sechs, Acht und Zehn einsetzbar und kann notfalls auch hinten rechts aushelfen – wo bei Werder eine weitere große Kader-Baustelle vorhanden ist.
Nach 143 Pflichtspielen in der deutschen 2. Liga winken Reis nun die ersten Einsätze im Oberhaus. Aufgrund seiner technischen Qualitäten ist ihm eine gute Rolle bei Werder sicher zuzutrauen.
