Der Countdown läuft unerbittlich. Bis zum 1. September um 20 Uhr hat das Sommer-Transferfenster in Deutschland noch geöffnet. Nach einem wahren Traumstart mit vier Siegen in vier Pflichtspielen – darunter drei fulminante Erfolge zum Auftakt der 2. Bundesliga – drückt Hertha BSC Berlin auf dem Transfermarkt nun offenbar noch einmal gewaltig aufs Gaspedal.
Nachdem die Berliner im Sommer satte 15 Spieler abgegeben haben, ist der Kader in der Breite merklich ausgedünnt. Trotz zehn erzielter Liga-Tore hat Cheftrainer Stefan Leitl nach dem jüngsten 5:3-Spektakel bei Eintracht Braunschweig deswegen zwingenden Bedarf angemeldet. "Wir wollen noch etwas machen, das ist klar. Ein Stürmer hat dabei Priorität", forderte der Coach und fügte vielsagend hinzu: "Aber vielleicht gibt es noch einen Spieler, der uns auf einer anderen Position gut zu Gesicht steht."
Nach Bild-Informationen steht die sportliche Führung nun kurz vor einem spektakulären Doppel-Coup. Zwei gestandene Nationalspieler sollen den Kader auf den letzten Metern der Transferperiode entscheidend verstärken. Das Beste für die Berliner: Beide Profis haben sich trotz lukrativer anderer Anfragen bereits klar für die Alte Dame entschieden.
Ein schwedischer WM-Fahrer für den Angriff
Absolute Priorität genießt die Verpflichtung eines echten Mittelstürmers. Weder Sebastian Grönning noch Luca Schuler konnten zuletzt als verlässliche Wandspieler vollends überzeugen und ließen zu viele Großchancen ungenutzt. Die anvisierte Lösung für das Berliner Sturm-Problem spielt aktuell beim belgischen Meister Club Brügge und heißt Gustaf Nilsson.
Der 29-jährige Schwede ist ein wahrer Sturm-Tank. Mit seinen 1,97 Metern Körpergröße ist der WM-Teilnehmer von 2026 extrem kopfballstark und wie gemacht dafür, Bälle im Zentrum festzumachen und zu verteilen. In der vergangenen Saison geriet der Rechtsfuß in Brügge jedoch unerwartet aufs Abstellgleis, da ihm unter anderem der Ex-Hannoveraner Nicolò Tresoldi den Rang im Angriff ablief.
Nun drängt Nilsson, der den deutschen Fußball bereits bestens aus seiner erfolgreichen Zeit beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden kennt, auf einen sofortigen Tapetenwechsel. Hertha arbeitet derzeit fieberhaft an einem Leihgeschäft für den Schweden, der in Belgien noch ein gültiges Arbeitspapier bis 2028 besitzt.
Kreativität aus der Bundesliga

Neben dem bulligen Stürmer soll auch zwingend noch frischer Wind für das offensive Mittelfeld her. Hier haben sich die Hauptstädter komplett auf Hyun-seok Hong vom Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 eingeschossen.
Der 27-jährige Südkoreaner besitzt bei den Rheinhessen unter Trainer Urs Fischer sportlich keine Perspektive mehr. Der laufstarke und hochgradig kreative Asien-Meister, der in der vergangenen Spielzeit zunächst an den FC Nantes und anschließend an KAA Gent verliehen war, soll bei der Hertha ab sofort das von Leitl geforderte schnelle Umschaltspiel lenken.
Die Berliner Chefetage steht nun vor der überaus kniffligen Aufgabe, die wirtschaftlichen und vertraglichen Rahmenbedingungen für beide Deals rechtzeitig über die Ziellinie zu bringen. Die Zeit drängt gewaltig, doch die festen Zusagen der beiden begehrten Wunschspieler hat die Hertha bereits sicher in der Tasche.
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