Sogar ein paar Tränen flossen vor der Fankurve: Die lange Leidenszeit von Mitchell Weiser ist endlich vorbei. Nach 14 langen Monaten Verletzungspause kehrte der 32 Jahre alte Außenverteidiger von Werder Bremen wieder auf den Bundesliga-Rasen. Beim 1:1 beim 1. FC Köln wurde Weiser in der 83. Minute eingewechselt - und half anschließend den Punkt abzusichern. Und das auch noch an dem Ort, an dem er vor 12 Jahren als Spieler des FC sein Bundesligadebüt gefeiert hatte.
"Wo alles angefangen hat für mich in dem Stadion, ist irgendwas hochgekommen", sagte Weiser am Sky-Mikrofon, nachdem die Tränen getrocknet waren: "Es ist schon eine sehr lange Zeit gewesen. Seitdem ich angefangen habe mit Fußball, war es die längste Zeit. Jeden Tag die Ungewissheit, wann ich wieder auf den Platz kommen kann. Das war einfach hart für mich"
Ärzte rieten dazu, weiter zu warten
In der Vorbereitung auf der vergangene Saison hatte sich Weiser als Leistungsträger der Bremer im Training einen Kreuzbandriss zugezogen. Es war der Beginn einer unerwartet langen Leidenszeit, die nun ein Ende fand. Klar ist aber auch: Um zur alten Stärke zurückzufinden, benötigt Weiser weiter Zeit.

"Wenn es nach anderen Leuten gegangen wäre, wäre es wohl erst im nächsten Spiel zum Comeback gekommen. In den letzten ein, zwei Wochen habe ich mich auf dem Trainingsplatz aber echt gut gefühlt. 18.30 Uhr, auswärts in Köln – das war dann mein großes Ziel", wird Weiser von der Deichstube zitiert: "Die medizinische Abteilung war etwas vorsichtiger. Ich habe aber ein gutes Körpergefühl und keine Angst. Darum geht es am Ende."
Um wieder ein Startelfkandidat zu werden, gilt es für Weiser nun vor allem noch an der Fitness zu arbeiten. "Ich habe nach den zehn Minuten heute gepumpt wie sonst nach 90 nicht", gab Weiser zu. Immerhin reichte die Luft noch, um sich ausgiebig von den mitgereisten Fans feiern zu lassen.
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