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Trainerfrage offiziell geklärt: Union Berlin holt Meister-Coach

Die Eisernen holen wieder einen Schweizer für die Trainerbank.
Mauro Lustrinelli übernimmt Union Berlin
Mauro Lustrinelli übernimmt Union Berlin | Daniela Porcelli/GettyImages

Union Berlin hat für die kommende Saison einen neuen Trainer gefunden: Der Schweizer Mauro Lustrinelli übernimmt das Amt, das nach dem geplanten Abschied von Interimstrainerin Marie-Louise Eta vakant war.

Lustrinelli kommt vom Schweizer Klub FC Thun, mit dem er in der abgelaufenen Saison ein Fußballmärchen geschrieben hatte: Thun gewann als Aufsteiger die Meisterschaft! Ein Geniestreich, der Lustrinelli nun den Job in der Bundesliga beschert hat. Da sein Vertrag in der Schweiz noch bis 2028 gültig war, muss Union laut Sky ca. eine Million Euro Ablöse zahlen.

"Mauro Lustrinelli hat in den vergangenen Jahren gezeigt, wie er Mannschaften formen und weiterentwickeln kann. Der Meistertitel mit einem Aufsteiger spricht für seine fachliche Qualität, aber auch für seine Fähigkeit, eine Gruppe zu führen und zu begeistern. Zudem entspricht seine Art Fußball spielen zu lassen unseren Vorstellungen. Wir wollen aktiver spielen, verstärkt junge Spieler integrieren und gemeinsam erfolgreich sein. Wir sind überzeugt, dafür den richtigen Trainer gewonnen zu haben und freuen uns auf die Zusammenarbeit", erklärte FCU-Sportchef Horst Heldt.

Lustrinelli sagte bei seiner offiziellen Vorstellung: "Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim 1. FC Union Berlin. Union ist ein besonderer Verein mit klaren Werten und ehrlichen Menschen. Ich bin hoch motiviert und voller Vorfreude, um gemeinsam mit den Gremien, den Mitarbeitern, den Fans und natürlich mit der Mannschaft eine neue Reise zu beginnen. Mit Zusammenhalt, Leidenschaft, ehrlicher Arbeit und Mut können wir zusammen erfolgreich sein."

Sprachgenie Lustrinelli

Als Profi war Lustrinelli hauptsächlich in seiner Heimat aktiv, neben einem kurzen Engagement in Tschechien bei Sparta Prag. Der ehemalige Stürmer absolvierte zudem zwölf Länderspiele für die Schweizer Nati.

Der 50-Jährige gilt als Sprachgenie, da er fließend Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch spricht. An der Kommunikation dürfte es bei ihm also nicht scheitern. Sollte Lustrinelli an der Alten Försterei nur annähernd so erfolgreich sein wie sein Landsmann Urs Fischer, hätte Union einen grandiosen Griff getätigt. Fakt ist aber auch: Der FC Thun war erste Lustrinellis zweite Cheftrainer-Station im Profibereich – zuvor hatte er vier Jahre lang die U21 der Schweiz trainiert.


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