Wer wird der Nachfolger von Eugen Polanski? Diese Frage treibt nicht nur die Fans und Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach dieser Tage um wie keine andere. Die Suche beschäftigt Beobachter und Experten weit über Mönchengladbachs Grenzen hinaus - auch, weil sich der Prozess offenbar schwierig gestaltet. Nun könnte es aber zeitnah zu einer Entscheidung kommen, wobei ein weiterer heiß gehandelter Kandidat aus dem Rennen ist.
"Wir sind auf einem sehr guten Weg", sagte Gladbachs Sportdirektor Rouven Schröder vor dem Bundesligaspiel gegen Mainz 05 bei Sky: "Wir haben es auch geschafft sehr, sehr in Ruhe Gespräche zu führen. Es ist schon so, dass die Öffentlichkeit es zum Glück noch nicht rausbekommen hat, dass wir auf einem sehr guten Weg sind." Er habe "mittlerweile" einen klaren Favoriten.
Auch Horst Steffen und Christian Titz werden es nicht
Es scheint also auf den großen Unbekannten hinauszulaufen - und nicht etwa auf Horst Steffen. Der langjährige Gladbacher Nachwuchscoach sei "für uns kein Thema", machte Schröder wenig später am DAZN-Mikrofon klar. Gleiches gilt für Christian Titz, der nach seiner Entlassung bei Hannover 96 gleich in den Medien als Kandidat gehandelt wurde. Titz sei "ein hervorragender Mensch und vor allen Dingen auch ein ausgezeichneter Trainer, aber er kommt für uns nicht infrage", sagte Schröder bei Sky.

Klar ist auch schon, dass Ole Werner und Jens Wissing nicht bei den Fohlen anheuern werden. Domenico Tedesco will nach seiner Blitz-Entlassung beim FC Bologna dem Vernehmen nach aktuell keinen neuen Job annehmen. Ähnlich ist die Situation wohl auch bei Dino Toppmöller, der beim RC Lens seinen Hut nehmen musste. Bis Schröder eine Zusage bekommt, wird weiter Jan-Moritz Lichte das Team als Interimstrainer betreuen. Eine Beförderung zum Chefcoach ist Berichten zufolge ausgeschlossen.
Hamann pocht auf Lukas Kwasniok, aber ...
Sky-Experte Dietmar Hamann hat sich indes auf eine Empfehlung festgelegt. Am Samstag legte der 53-Jährige der Borussia erneut die Verpflichtung von Lukas Kwasniok nahe. "Ich hätte den Kwasniok mal reingeschmissen, letzte Woche", sagte Hamann vor der Bundesligapartie der Gladbacher gegen Mainz: "Es braucht keinen Wissenschaftler. Es braucht einen, der die Jungs anpackt und sie mal wissen lässt, was es heißt, für diesen Verein zu spielen." Aber, das fügte Hamann gleich an, Kwasniok "wird’s nicht. So viel weiß ich, glaube ich." Diese Annahme deckt sich unter anderem mit Informationen des kicker.
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