Lange war unklar, ob Alexander Blessin auch nach dem Abstieg des FC St. Pauli an der Seitenlinie der Kiezkicker stehen würde. Laut Bild ist nun eine Entscheidung gefallen. Demnach wird der 53-Jährige ein Jahr vor Vertragsende und nach zwei Spielzeiten die Hamburger verlassen.
Nach dem Gang in die 2. Liga hatte Sportchef Andreas Bornemann erklärt: "Es geht nur mit hundert Prozent Überzeugung, dass wir das gemeinsam gedreht kriegen. Was den Trainer betrifft, muss in den nächsten zwei, drei Tagen klar sein: Wo geht es hin?"
Gedauert hat die Entscheidung allerdings fast drei Wochen. Nun ist offenbar klar, dass man sich nicht auf eine zukünftige Ausrichtung einigen konnte und Blessin seinen Hut nehmen wird.
Blessin galt in der Zwischenzeit auch als Trainer-Kandidat bei anderen Klubs, etwa in Gladbach und Wolfsburg. Während die Fohlen aber an Eugen Polanski festhalten, hat sich Mit-Absteiger Wolfsburg für Tobias Strobl von Drittligist SC Verl entschieden.
Blessin war 2024 als Nachfolger von Aufstiegstrainer Fabian Hürzeler aus Belgien von Union St. Gilloise an die Elbe gewechselt. In seiner ersten Bundesliga-Saison glückte ihm mit St. Pauli der Klassenerhalt, 25/26 ging es als Tabellenletzter runter in Liga zwei.
Die Pauli-Bosse müssen nun auf Trainersuche gehen, dürften nach der langen unklaren Blessin-Situation aber entsprechend vorbereitet sein. Wer nun als Topfavorit am Millerntor gilt, ist derweil noch unklar.
