Bei Borussia Mönchengladbach ist ein harter Kampf um die Positionen in der offensiven Mittelfeld-Dreierreihe ausgebrochen. Der Grund: Hugo Bolin knüpft an seine guten Ansätze aus der vergangenen Rückserie an und präsentiert sich in der Vorbereitung in starker Verfassung.
Der 23 Jahre alte Schwede, der im Winter zunächst auf Leihbasis und im laufenden Transfersommer für eine Ablöse von zwei Millionen Euro fest nach Gladbach gewechselt ist, drängt mit sprudelnder Spielfreude in die Startelf - ganz zum Leidwesen von zwei Top-Verdienern, denen nun die Bank droht.
Trainer Eugen Polanski stellt seine Mannschaft im 4-2-3-1 auf. Hinter Tim Kleindienst oder Isac Lidberg im Sturmzentrum dürften sich das erst 17 Jahre alte Top-Talent Wael Mohya (90Min berichtete) und Bolin zwei der drei Positionen mittlerweile gesichert haben. Einem Bericht der Bild zufolge ist das bereits beschlossene Sache.
Demnach bleibt nur noch ein Platz übrig - und entweder Franck Honorat (30) oder Robin Hack (27) müssen auf der Bank Platz nehmen.
Bolins Ziel: Mehr Tore und mehr Vorlagen
Polanski stellte Bolin beim 4:1-Testspielerfolg gegen die TSG Hoffenheim zuletzt auf die Zehnerposition. Mohya kam über links und Honorat über rechts, Hack musste zunächst mit der Bank Vorlieb nehmen, traf nach seiner Einwechslung aber zum 1:1 (76.). Der Kampf ist eröffnet, ganz zur Freude von Polanski. "Wir wollen, dass sich die Jungs gegenseitig batteln. Es kann sich niemand bei uns ausruhen", wird der Fohlen-Coach von der Bild zitiert.
Bolin hat in jedem Fall kurz vor Saisonstart die Nase vorn und seine Rolle damit klar verbessert. Er habe sich zu Beginn "an sehr viele neue Dinge gewöhnen" müssen, doch nun könne er "einfach Fußball spielen und es genießen", erklärte Bolin seinen Aufschwung.
Und weiter: "Mein Ziel ist es auf jeden Fall, mehr Vorlagen und Tore beizusteuern." Bisher steht erst ein Treffer in seiner Gladbach-Bilanz. Den erzielte er am letzten Bundesliga-Spieltag der vergangenen Saison gegen die TSG Hoffenheim.

Ob er sein Vorhaben aus dem Zentrum oder auf dem Flügel angeht, sei ihm selbst egal. Eine Lieblingsposition habe Bolin, der mit Shootingstar Mohya auch neben dem Platz hervorragend harmoniert, indes nicht. Mohya bemühte sich trotz seines noch jungen Alters stark um die Integration Bolins. "Ich glaube, auch das hat eine Verbindung zwischen uns geschaffen", so Bolin.
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