Heimlich, still und leise hat sich Bayer Leverkusen in der Bundesliga auf den vierten Platz geschoben. Seit der überraschenden Auftaktpleite gegen Aufsteiger SV Elversberg hat die Werkself kein Spiel mehr verloren und liegt nur einen Punkt hinter Primus Bayern München.
Es läuft also rund im Rheinland, auch dank der Abwehr, die mit neun Gegentoren aktuell die fünftbeste der gesamten Liga ist. Hauptverantwortlich dafür ist Jarell Quansah, der in seinem zweiten Jahr in Leverkusen noch einmal einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat.
Quansah weicht aus
Bereits im Sommer hätte der FC Liverpool Quansah für 70 Millionen Euro zurück an die Anfield Road holen können, machte von dem Passus im Vertrag jedoch keinen Gebrauch. Im kommenden Sommer könnte es jedoch zu einem Wechsel des 23-Jährigen kommen, egal ob zurück zu den Reds oder einem anderen europäischen Top-Verein.
"Ich muss mich nur darauf konzentrieren, in dieser Saison zu spielen. Ich spiele so viele Spiele wie möglich und versuche, mich zu verbessern. Mehr kann ich nicht tun", erklärte Quansah, nachdem er für das Europa-League-Spiel gegen OFI Kreta in Griechenland gelandet war – ein Treuebekenntnis klingt wahrlich anders.
Der Faktor Champions League
Spielt Quansah so weiter, dann wird sich Leverkusen auf einen ordentlichen Zahltag freuen können. Zumal Liverpool zeitlich unter Druck steht. Denn die Option, Quansah für 70 Millionen Euro zurückzukaufen, ist laut der Bild nur bis zum 15. Juni 2027 gültig. Danach wäre die Ablöse frei verhandelbar.
Genau darauf wird man bei Bayer hoffen, falls Quansah nicht von einem Verbleib überzeugt werden kann. Denn mit dem FC Arsenal und Real Madrid haben sich schon weitere Schwergewichte in Stellung gebracht.
Insofern ist eine Qualifikation für die Champions League quasi unabdingbar, um eine realistische Chance auf einen Verbleib des 23-Jährigen zu haben.
